Skispringen

Zum Weltcup-Auftakt springen Katharina Althaus und Co. in Ramsau hinterher

Für Katharina Althaus aus Oberstdorf und die deutschen Skispringerinnen begann in Ramsau am Dachstein die Weltcup-Saison 2020/2021.

Für Katharina Althaus aus Oberstdorf und die deutschen Skispringerinnen begann in Ramsau am Dachstein die Weltcup-Saison 2020/2021.

Bild: Georg Hochmuth/dpa

Für Katharina Althaus aus Oberstdorf und die deutschen Skispringerinnen begann in Ramsau am Dachstein die Weltcup-Saison 2020/2021.

Bild: Georg Hochmuth/dpa

Beim ersten Wettkampf der Saison am Dachstein wird die Oberstdorferin Katharina Althaus Zwölfte. Bundestrainer Andreas Bauer lässt kurz vor Weihnachten noch zweimal trainieren.
18.12.2020 | Stand: 22:03 Uhr

So sehr haben die Katharina Altaus und Co. diesen Tag herbeigesehnt. Normalerweise beginnt der Weltcup-Winter für die Skispringerinnen schon deutlich früher. In diesem Jahr mussten sie bis zum Auftakt in Ramsau am Dachstein lange warten. Die deutschen Skispringerinnen haben beim ersten Weltcup-Springen des Corona-Winters 2020/2021 in Österreich allerdings nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen können. Anna Rupprecht (Degenfeld) belegte als beste Athletin aus dem Team von Bundestrainer Andreas Bauer aus Oberstdorf bei ihrem Weltcup-Comeback nach langer Verletzungspause den achten Platz. Den Sieg sicherte sich am Freitag die Österreicherin Marita Kramer vor Nika Kriznar aus Slowenien und der Japanerin Sara Takanashi. Katharina Althaus aus Oberstdorf wurde als zweitbeste Deutsche Zwölfte, Agnes Reisch vom WSV Isny belegte Rang 30.

Vor Weihnachten wird in Oberstdorf weiter trainiert

Coach Andreas Bauer analysierte nach dem Springen: "Gerade unsere zwei arrivierten Springerinnen Juliane Seyfarth und Katharina Althaus hatten noch etwas Startschwierigkeiten. Die hätten wir etwas weiter vorne erwartet. Wir werden bei den beiden noch nachsteuern müssen. Wir werden am 22. und 23. Dezember noch einmal in Oberstdorf trainieren und die kleinen Fehler, die sich eingeschlichen haben, wieder beheben." Dafür gab es vom Bundestrainer Lob für die jungen Springerinnen wie Selina Freitag (13.) und Luisa Görlich (16.). "Sie haben mich positiv überrascht", meinte Bauer.

Katharina Althaus selbstkritisch in der Fehleranalyse nach dem Springen

Katharina Althaus, die von der Normalschanze zweimal 84 Meter weit sprang, war vor allem froh, dass der Weltcup-Tross nun endlich wieder unterwegs ist. Sie sagte: "Es macht schon wieder Spaß. Ich konnte zwar nicht ganz die Leistung abrufen, die ich mir erhofft hatte. Aber wir haben als Team toll abgeschnitten, sind da nicht weit weg von der Spitze. Alles in allem bin ich schon ein zufrieden." Die 24-Jährige stieg auch gleich in die Fehleranalyse ein. Sie habe sich vom Training weg "nicht ganz so wohl gefühlt", meinte die Allgäuerin. Letztlich habe sie sich zwar von Sprung zu Sprung herangetastet und gesteigert. "Aus der Hocke bin ich aber einfach nicht so gut rausgekommen", sagte Althaus weiter.

"Top-Bedingungen": Bundestrainer Bauer lobt die Verantwortlichen in Oberstdorf

Nach dem Wettkampf in Ramsau am Dachstein haben die Sportlerinnen von Bundestrainer Andreas Bauer nun wieder eine längere Pause vor sich. Der Weltcup-Kalender gleicht einem großen Streichkonzert. Weiter geht es erst am 23. Januar in Ljubno/Slowenien. Mitte Februaer sollen dann die Springen in Lillehammer/Norwegen nachgeholt werden, die zum Saisonauftakt abgesagt worden waren. So lange wollen Bauer und seine Springerinnen die idealen Trainingsbedingungen zuhause in Oberstdorf nutzen. Bauer: "Wir haben vor der Haustür top präpatierte Schanzen. Da darf man den Verantwortlichen der SVG in Oberstdorf auch mal ein dickes Lob aussprechen."