Corona-Pandemie

Streit über Wortwahl: Macron verteidigt Ausdrucksweise

Emmanuel Macron

Emmanuel Macron ist wegen seiner Aussagen zu Ungeimpften teils heftig kritisiert worden.

Bild: Michel Euler

Emmanuel Macron ist wegen seiner Aussagen zu Ungeimpften teils heftig kritisiert worden.

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Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat nach hitzigen Debatten seine Wortwahl bezüglich Ungeimpfter verteidigt. Er stehe vollkommen zu seinen Äußerungen, sagte Macron.

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dpa
07.01.2022 | Stand: 14:57 Uhr

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat nach hitzigen Debatten seine Wortwahl bezüglich Ungeimpfter verteidigt. Er stehe vollkommen zu seinen Äußerungen, sagte Macron.

Man könne sich über Formulierungen aufregen, die umgangssprachlich erschienen seien, doch er könne es nicht akzeptieren, dass manche im Namen ihrer Freiheit andere gefährdeten. "Es lag meiner Meinung nach in meiner Verantwortung, (...) ein wenig Alarm zu schlagen", sagte Macron. Dies habe er getan.

Macron hatte in einem Interview mit der Zeitung "Le Parisien" mit einem deutlichen und teils vulgär verstandenen Vokabular davon gesprochen, Ungeimpfte in der Corona-Pandemie bis zum Ende nerven zu wollen. In dem Interview hatte Macron mit Blick auf Impfgegner zudem gesagt, ein Unverantwortlicher sei kein Bürger mehr. Seine Aussagen waren in Opposition und Gesellschaft teils auf heftige Kritik gestoßen.

Macron führte nun aus: "Bürger sein, heißt, Rechte und Pflichten haben." Die Freiheit, sich nicht impfen zu lassen, höre da auf, wo sie die Freiheit anderer einschränke, das Leben anderer in Gefahr bringe. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Macron, Rechte und Pflichten müssten Hand in Hand gehen. Eine Regierung müsse auch schützen, und der in Frankreich geplante Impfpass sei ein Schutz für Geimpfte.

Frankreichs Regierung will in wenigen Tagen drastische Einschränkungen für Ungeimpfte einführen. Sie sollen dann keinen Zugang mehr zu Kinos, Bars oder Fernzügen haben. Das Gesetzesvorhaben ist aber noch nicht durch das Parlament. Im Unterhaus hatte es hitzige Debatten dazu gegeben.

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