Sportpolitik

Torsten Burmester wird Vorstandsvorsitzender des DOSB

Neuer DOSB-Vorstandsvorsitzender

Torsten Burmester (l) und Vera Jaron sitzen bei den Paralympics auf der Tribüne.

Bild: Marcus Brandt

Torsten Burmester (l) und Vera Jaron sitzen bei den Paralympics auf der Tribüne.

Bild: Marcus Brandt

Der Deutsche Olympische Sportbund ist bei der Suche nach einem hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden schnell fündig geworden. Wie der DOSB mitteilte, wird Torsten Burmester am 1. Februar die Geschäfte übernehmen.

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dpa
07.01.2022 | Stand: 15:26 Uhr

Der Deutsche Olympische Sportbund ist bei der Suche nach einem hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden schnell fündig geworden. Wie der DOSB mitteilte, wird Torsten Burmester am 1. Februar die Geschäfte übernehmen.

Der 58 Jahre alte Kölner ist Generalsekretär des Deutschen Behindertenverbandes und soll die Nachfolge der zurückgetretenen Veronika Rücker antreten. Sie hatte vier Jahre den Vorstandsvorsitz inne.

"In Torsten Burmester haben wir einen hervorragenden Kandidaten für den Vorstandsvorsitz des DOSB gefunden", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. "Wir sind davon überzeugt, dass er die Voraussetzungen erfüllt, den DOSB in dieser sicherlich nicht ganz einfachen Situation zu führen und Vertrauen und Glaubwürdigkeit wiederherzustellen."

Burmester war 2002 bis 2005 Persönlicher Referent des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) gewesen. Von 2005 bis 2011 arbeitete er als stellvertretender Abteilungsleiter Sport im Bundesministerium des Innern und danach als Abteilungsleiter Wirtschaftsrecht im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in Nordrhein-Westfalen.

Vorgängerin Rücker legte im Zuge der Affäre um eine von Mitarbeitern kritisierte "Kultur der Angst" im DOSB ihr Amt am 31. Dezember nieder. Sie hatte zusammen mit dem früheren Präsidenten Alfons Hörmann das damalige DOSB-Vorstandsmitglied Karin Fehres verdächtigt, die Verfasserin eines anonymen Schreibens zu sein. In dem waren erhebliche Vorwürfe gegen die damalige Führung des Dachverbandes erhoben worden. Mit anwaltlichen Schreiben und Klagedrohungen im Auftrag von Rücker und Hörmann wurde Fehres, die alle Vorwürfe zurückwies, unter Druck gesetzt.

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