Auch nach Europa

Amnesty: Rinder von illegalen Weiden aus Amazonien in Lieferkette

HANDOUT - 01.08.2019, Brasilien, Rondonia: Dieses von Amnesty International zur Verfügung gestellte Bild zeigt gefällte Bäume in einem Wohngebiet der indigenen Gemeinschaft der Uru-Eu-Wau-Wau. Rindfleisch, für dessen Produktion Indigene vertrieben und Regenwald abgeholzt wird, gelangt in die Wertschöpfungskette eines der größten Fleischproduzenten Brasiliens und der Welt - und damit auch nach Europa. Foto: ---/Amnesty International/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang

Dieses von Amnesty International zur Verfügung gestellte Bild zeigt gefällte Bäume in einem Wohngebiet der indigenen Gemeinschaft der Uru-Eu-Wau-Wau. Rindfleisch, für dessen Produktion Indigene vertrieben und Regenwald abgeholzt wird, gelangt in die Wertschöpfungskette eines der größten Fleischproduzenten Brasiliens und der Welt - und damit auch nach Europa.

Bild: picture alliance/---/Amnesty International/dpa

Dieses von Amnesty International zur Verfügung gestellte Bild zeigt gefällte Bäume in einem Wohngebiet der indigenen Gemeinschaft der Uru-Eu-Wau-Wau. Rindfleisch, für dessen Produktion Indigene vertrieben und Regenwald abgeholzt wird, gelangt in die Wertschöpfungskette eines der größten Fleischproduzenten Brasiliens und der Welt - und damit auch nach Europa.

Bild: picture alliance/---/Amnesty International/dpa

Rindfleisch, für dessen Produktion Indigene vertrieben und Regenwald abgeholzt wird, gelangt laut Amnesty International über Brasilien bis nach Europa.

dpa
15.07.2020 | Stand: 08:24 Uhr

Über die Wertschöpfungskette eines der größten Fleischproduzenten Brasiliens gelangt unter fragwürdigen und höchst umstrittenen Umständen produziertes Rindfleisch in die Welt - und damit auch nach Europa. 

Dies geht aus dem Bericht "From Forest to Farmland" hervor, den Amnesty International am Mittwoch veröffentlichte. Die Menschenrechtsorganisation interviewte Indigene, Beamte und Experten, wertete Satellitenbilder aus und analysierte Informationen von Behörden, etwa des Amtes für Tiergesundheit im Amazonas-Bundesstaat Rondônia.

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Amnesty kommt zu dem Schluss, dass das Unternehmen JBS seine Sorgfaltspflicht verletzt, weil es dem Fleischriesen nicht gelingt, seine Lieferketten zu kontrollieren. Reguläre Farmen schleusten Rinder von Weideflächen durch, die auf illegal gerodetem Gebiet angelegt wurden.

Ein Viertel geht in Export

Diese Tiere vermischten sich so mit anderen Herden und gelangten auf Viehtransporte, hieß es. JBS versicherte in einem Antwortbrief an Amnesty, dass man kein Rind von Farmern kaufe, die Land illegal in Besitz genommen hätten. Zudem habe das Unternehmen eine Strategie entwickelt, um dem Problem des Reinwaschens von Rindern zu begegnen.

Drei Viertel des brasilianischen Fleisches werden im Land konsumiert, ein Viertel geht in den Export, unter anderem nach Europa. Im Amazonas-Gebiet ist die Viehwirtschaft besonders gewachsen. In den vergangenen Jahrzehnten soll eine Fläche ungefähr fünfmal so groß wie Portugal zu Weideland geworden sein.