Unglück in Troisdorf

14-Jähriger auf Güterwaggon von Stromschlag tödlich verletzt

Ein 14-Jähriger ist in Troisdorf in Nordrhein-Westfalen auf einen Güterwagon geklettert und hat einen tödlichen Stromschlag erlitten.

Ein 14-Jähriger ist in Troisdorf in Nordrhein-Westfalen auf einen Güterwagon geklettert und hat einen tödlichen Stromschlag erlitten.

Bild: Marius Fuhrmann

Ein 14-Jähriger ist in Troisdorf in Nordrhein-Westfalen auf einen Güterwagon geklettert und hat einen tödlichen Stromschlag erlitten.

Bild: Marius Fuhrmann

Ein 14-Jähriger ist in Troisdorf in Nordrhein-Westfalen auf einen Güterwagon geklettert und hat einen tödlichen Stromschlag erlitten.
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dpa
30.08.2021 | Stand: 12:47 Uhr

Ein 14-Jähriger ist im nordrhein-westfälischen Troisdorf auf einen Güterwagon geklettert und hat einen tödlichen Stromschlag erlitten. Er habe am Sonntagnachmittag im Bahnhof eine Oberleitung berührt, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Ein weiterer zwölfjähriger Junge war ebenfalls vor Ort und alarmierte die Einsatzkräfte. Er erlitt einen Schock.

Weshalb der 14-Jährige auf den Wagon kletterte, war nach Angaben der Polizei am Montag noch unklar. "Wir können nur spekulieren, ob es sich um eine Mutprobe gehandelt hat", sagte der Polizeisprecher.

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wen Menschen auf Zugwaggons klettern:

  • Erst vor einigen Wochen war in Tübingen ein 19-Jähriger auf einen Zugwaggon geklettert und ebenfalls einem Stromschlag erlegen.
  • Anfang Juni kletterte in Nürnberg ein zwölfjähriges Mädchen auf einen abgestellten Eisenbahnwaggon und erlitt einen Stromschlag, der es schwer verletzte.
  • Im November stiegen im Bahnhof von Itzehoe zwei Menschen auf einen Waggon und wurden von einem Stromschlag getötet.

Troisdorf: 14-Jähriger stirbt auf Waggon durch Stromschlag

Ob Selfies im Gleisbereich, Mutproben, Spielen am Gleisbett, Steine auf Schienen legen, Abkürzungen über Gleise oder Umgehen von geschlossenen Schranken – nicht selten führen unterschätzte oder nicht erkannte Gefahren zu schlimmen, manchmal sogar tödlichen Unfällen, so die Bundespolizei. Der Bahnstrom ist lebensgefährlich. Die Oberleitungen stünden unter einer Spannung von bis zu 15 000 Volt. Selbst ohne direkten Kontakt seien lebensgefährliche Spannungsüberschläge möglich.

Eine Annäherung von eineinhalb bis zwei Metern, zum Beispiel durch das Klettern auf abgestellte Waggons, Steigenlassen von Drachen oder Luftballons, könne zu einem tödlichen Stromschlag führen.

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