In Fischernetze geraten

170 tote Robben am Kaspischen Meer entdeckt

Im Kaspischen Meer sinkt die Robben-Population stetig. Die Tiere sterben zumeist durch Umweltverschmutzung und übermäßige Fischerei.

Im Kaspischen Meer sinkt die Robben-Population stetig. Die Tiere sterben zumeist durch Umweltverschmutzung und übermäßige Fischerei.

Bild: Joe Giddens, dpa (Symbolbild)

Im Kaspischen Meer sinkt die Robben-Population stetig. Die Tiere sterben zumeist durch Umweltverschmutzung und übermäßige Fischerei.

Bild: Joe Giddens, dpa (Symbolbild)

Am Kaspischen Meer sind sind rund 170 Robben verendet. Das russische Umweltministerium geht davon aus, dass ihnen das Fell abgezogen wurde.
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dpa
07.05.2021 | Stand: 12:55 Uhr

Am Kaspischen Meer sind mindestens 170 verendete junge Robben an die Küste gespült worden. Das russische Umweltministerium geht davon aus, dass die Tiere in Fischernetze geraten sind und ihr Fell abgezogen bekamen, bevor sie zurück ins Meer geworfen wurden. "Das ist ein schwerer Schlag für die Population", teilte die Behörde in der Nacht zum Freitag in Moskau mit. Wissenschaftler hatten die toten Robben in dieser Woche am Ufer der russischen Teilrepublik Dagestan entdeckt.

Nur noch zwischen 50.000 und 70.000 Robben im Kaspischen Meer

Viktor Nikiforow vom wissenschaftlichen Expeditionszentrum für Meeressäugetiere sagte der Staatsagentur Tass: "Ein schreckliches Bild, so etwas habe ich noch nie gesehen. Alle 50 Meter liegt eine verendete Robbe am Strand." Vor etwa 100 Jahren habe es noch mehr als eine Million Robben im Kaspischen Meer gegeben. Nun seien es Schätzungen zufolge noch zwischen 50.000 und 70.000 Tieren.

Das Ermittlungskomitee von Dagestan leitete ein Verfahren ein, "um alle Umstände zu klären", hieß es. Zuvor war auch eine Umweltverschmutzung für das Tiersterben nicht ausgeschlossen worden.