Social Media

Ausmaß ist schockierend: Dealer verticken Drogen auf Instagram

Eigentlich ist ja Instagram zum Teilen von Fotos gedacht - offenbar haben Dealer die Plattform für ihre Geschäfte entdeckt.

Eigentlich ist ja Instagram zum Teilen von Fotos gedacht - offenbar haben Dealer die Plattform für ihre Geschäfte entdeckt.

Bild: Robert Günther

Eigentlich ist ja Instagram zum Teilen von Fotos gedacht - offenbar haben Dealer die Plattform für ihre Geschäfte entdeckt.

Bild: Robert Günther

Drogenhändler nutzen Instagram laut Recherchen von Enthüllungsreportern für Geschäfte mit illegalen Substanzen und verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Eigentlich ist ja Instagram zum Teilen von Fotos gedacht - offenbar haben Dealer die Plattform für ihre Geschäfte entdeckt.
dpa
18.08.2020 | Stand: 15:58 Uhr

Nach zehn "juristisch überwachten Käufen" bei verschiedenen Anbietern habe die Redaktion neben Cannabis auch Ketamin, Ecstasy, Diazepam, Lean (Zitronenlimonade mit codeinhaltigem Hustensaft und Promethazin), den verschreibungspflichtigen Hustensaft Makatussin sowie Morphin zugeschickt bekommen. Das berichtete STRG_F, das Investigativteam von Funk, dem digitalen Jugendangebot von ARD und ZDF, am Dienstag.

Drogenhandel auf Instagram: Facebook löscht 1,3 Millionen Inhalte

Ein Facebook-Sprecher verwies auf Anfrage von STRG_F darauf, dass Drogenhandel auf Instagram verboten sei. Der Onlinedienst, der zu Facebook gehört, entferne entsprechende Inhalte, sobald man sie finde. "Zwischen Januar und März hat die Plattform 1,3 Millionen Inhalte entfernt, die im Zusammenhang mit Drogenverkäufen standen", erläuterte der Facebook-Sprecher. 95 Prozent davon habe man proaktiv gefunden, bevor sie jemand gemeldet habe. Man investiere außerdem in Technologien und in die Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten.

Drogenhandel via Instagram: Auch Kokain, LSD und Crystal Meth werden vertrieben

Eine erste Untersuchung der Medizinischen Hochschule Hannover belegt dem STRG_F-Bericht zufolge, dass die Drogen echt und wirksam sind. Im Verlauf der Anfragen habe der Instagram-Algorithmus immer mehr Drogen-Accounts vorgeschlagen, gleichzeitig seien der Redaktion immer mehr Nachrichten von Dealern geschickt worden. Über diese Accounts würden auch Drogen wie Kokain, LSD und Crystal Meth vertrieben.

Bestellungen, Porno-Internetseiten über Mitschüler und Morddrohungen: Ein Nördlinger Realschüler betrieb monatelang Cybermobbing gegen Gleichaltrige.