US-Kongress abgeriegelt

Auto rammt Polizisten am US-Kapitol - Polizist und Fahrer tot

Beamte der Kapitol-Polizei stehen bei einer Polizeisperre. Ein Mann hat mit einem Auto am US-Kapitol in Washington eine Absperrung gerammt und dabei zwei Polizisten verletzt.

Beamte der Kapitol-Polizei stehen bei einer Polizeisperre. Ein Mann hat mit einem Auto am US-Kapitol in Washington eine Absperrung gerammt und dabei zwei Polizisten verletzt.

Bild: J. Scott Applewhite/dpa

Beamte der Kapitol-Polizei stehen bei einer Polizeisperre. Ein Mann hat mit einem Auto am US-Kapitol in Washington eine Absperrung gerammt und dabei zwei Polizisten verletzt.

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Ein Mann ist mit einem Auto am US-Kapitol in der Hauptstadt Washington in eine Absperrung gefahren und hat dabei zwei Polizisten verletzt.
dpa
02.04.2021 | Stand: 21:48 Uhr

Am noch immer schwer bewachten US-Kapitol in Washington ist ein Autofahrer mit seinem Wagen in zwei Polizisten gefahren und hat anschließend eine Straßenbarriere gerammt. Einer der Beamten wurde getötet, ein weiterer verletzt, wie die Chefin der Kapitol-Polizei, Yogananda Pittman, am Freitag erklärte. Der Fahrer, der mit einem Messer aus dem Wagen stieg, wurde erschossen, wie sie weiter berichtete. Er habe zuvor nicht auf Warnrufe der Sicherheitskräfte reagiert.

Vorfall am Kapitol: Kongress hatte am Freitag keinen Sitzungstag

Das Kapitol wurde wegen des Zwischenfalls abgeriegelt, wie US-Medien berichteten. Der Kongress hatte allerdings am Freitag keinen Sitzungstag, deswegen dürften kaum Senatoren oder Abgeordnete in dem Komplex gewesen sein.

Der Zwischenfall ereignete sich knapp drei Monate nach der gewaltsamen Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger des abgewählten Ex-Präsidenten Donald Trump. Wegen des beispiellosen Angriffs ist das Gebäude schwer bewacht. Vergangene Woche waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Kongresssitz allerdings etwas zurückgefahren worden. So wurde ein äußerer Zaun, der das Areal um den Kongresssitz abgeschirmt hatte, abgebaut. Straßen, die innerhalb dieses Kreises lagen und abgesperrt waren, wurden wieder geöffnet.

Kongressabgeordneter Ro Khanna: "Zeigt , wie hoch das Risiko noch immer ist"

"Es ist wirklich traurig, denn ich hatte geglaubt, dass wir nach der Beseitigung der Barrieren wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren würden. Aber das zeigt nur, wie hoch das Risiko noch immer ist", sagte der demokratische Kongressabgeordnete Ro Khanna dem Nachrichtensender CNN. Der republikanische Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, schrieb auf Twitter, dass er für den verletzten Polizisten bete.

Noch immer unterstützen Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde die lokalen Sicherheitskräfte. Die Kapitol-Polizei betonte vergangene Woche auch, sie sei jederzeit bereit, die Sicherheitsvorkehrungen sofort wieder hochzufahren, falls das nötig sein sollte.

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Nach der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar war die Kapitol-Polizei in die Kritik geraten, weil die Sicherheitskräfte des Parlaments den Angriff nicht abwehren konnten. Mindestens fünf Menschen kamen bei den Krawallen ums Leben, darunter ein Polizist. Das FBI stuft die Erstürmung des Kapitols als inländischen Terrorismus ein.

Lesen Sie auch: Zwei Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe "Proud Boys" sind im Zusammenhang mit der Erstürmung des US-Kapitols vor einem Bundesgericht in Washington angeklagt worden.