Bären-Attacke

Tierpfleger betritt unbefugt Zirkus-Gehege und wird von Bär zerfleischt

Immer wieder kommt es zu weltweit zu Bären-Attacken. Zuletzt in einem Zirkus in Moskau.

Immer wieder kommt es zu weltweit zu Bären-Attacken. Zuletzt in einem Zirkus in Moskau.

Bild: Jens Büttner, dpa, Symbolfoto

Immer wieder kommt es zu weltweit zu Bären-Attacken. Zuletzt in einem Zirkus in Moskau.

Bild: Jens Büttner, dpa, Symbolfoto

Es klingt wie im Horrorfilm: China ist ein Wildpark-Wächter von acht Bären zerfleischt worden. Touristen wurden Zeugen des schrecklichen Vorfalls.
Immer wieder kommt es zu weltweit zu Bären-Attacken. Zuletzt in einem Zirkus in Moskau.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
21.10.2020 | Stand: 15:39 Uhr

Bären-Attacken sorgen immer wieder weltweit für Schlagzeilen. Hier informieren wir über Angriffe von Bären auf Menschen.

Update, 20. Oktober: Bären töten Wildpark-Mitarbeiter in China

Schreckliche Szenen filmte ein Teilnehmer einer Bustour durch die "Wild Beast Area" eines Tierparks in Shanghai. Vor den Augen von Besuchern wird ein Wildpark-Wächter von einem Bären-Rudel getöt, wie Bild berichtet. Die Kollegen des Mannes hatten noch vergeblich versucht, ihm zu helfen. Zoo-Mitarbeiter habe laut "Dailystar" den Touristen-Bus aus bislang ungeklärten Gründen verlassen und war daraufhin angegriffen worden. Besuchern ist dort nicht erlaubt, auszuzusteigen.

19. Oktober: Japaner verwechselt Bärenbaby mit Hund - und wird von Muttertier angegriffen

Weil er ein Bärenbaby mit einem Hund verwechselte, ist ein Japaner von der Bärenmutter angegriffen worden. Darüber berichtet die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun". Demnach hatte der Mann in der Präfektur Niigata die Parkanlage Ichishima Tei besucht, als er nahe dem Haupteingang einen vermeintlich niedlichen Hund bemerkte. Als er ihn streicheln wollte, sei der ahnungslose Spaziergänger plötzlich von hinten von der Bärenmutter angefallen worden. Zum Glück ließ der Bär von dem Mann ab. Bis auf zerrissene Klamotten sei er unverletzt geblieben, hieß es.

6. Oktober: Bär tötet Tierpfleger im Moskauer Zirkus

Ein Zirkus-Bär hat einen Tierpfleger in Moskau getötet. Der Mitarbeiter habe das Gehege unbefugt betreten und hinter sich verschlossen, teilte der Moskauer Zirkus mit. Daraufhin habe ihn der ausgewachsene, sieben Jahre alte Bär tödlich verletzt. Der Mann sei im Krankenhaus gestorben. Der 29 Jahre alte Mann arbeitete seit einigen Monaten im Großen Moskauer Staatszirkus. Er soll gegen alle Sicherheitsregeln verstoßen haben.

30. September 2020: Polizei erschießt Bär in Innenstadt

Ein Schwarzbär hat die Menschen der 178.000-Seelen-Stadt im US-Bundesstaat Tennessee in Aufregung versetzt. Videos zeigen, wie das Tier seelenruhig über Bürgersteige spaziert und durch Parkanlagen trabt. Es dauerte nicht lange, bis die Aufnahmen in den sozialen Netzwerken die Runde machten und die Polizei auf das Raubtier aufmerksam wurde. Die Einsatzkräfte erschossen den Schwarzbären schließlich. Die ungewöhnliche Umgebung setze das Tier unter Stress und mache es zu einer unberechenbaren Gefahr für die Menschen, so die Begründung.

29. September 2020: 84-Jährige vertreibt wilden Bären mit überraschender Methode

Eine 84-jährige Frau in Russland hat mit einer eigenwilligen Methode einen wilden Bären vertrieben. Die frühere Jägerin war dem Raubtier im Osten des Landes beim Beerensammeln begegnet. Sie habe dem Bär direkt gegenübergestanden, sei aber nicht weggelaufen, meldete die russische Staatsagentur Ria Nowosti.Stattdessen habe die Frau eine Zeitung angezündet und den Bären angebrüllt. "Mit dieser effektiven Methode rettete sie ihr Leben", schrieben Medien aus der Region unweit der Großstadt Jakutsk.

31. August 2020: Von Bär verletzt: Polizist schildert dramatische Szene

Vor einer Woche wurde der junge Polizist Diego Balasso (24) beim Abendspaziergang mit seiner Freundin Alexandra am Andalo-See in der Nähe des Bergdorfs Andalo (Norditalien) plötzlich von einem 121 Kilogramm schweren Braunbär angegriffen. Jetzt spricht er in Bild erstmals über den dramatischen Vorfall. „Wir hörten ein Geräusch am Wasser, ein Ast knackte und ich sah den Schatten des Bären.“

Das Raubtier sei nur rund 25 Meter entfernt gewesen.

Das Paar verhält sich zunächst ruhig und still. Doch als Balasso sich kurz bewegt, greift das Tier an. „Er hat erst in mein linkes Bein gebissen, da bin ich hingefallen. Ab da war er über mir und hat wie eine Bestie auf mich eingeschlagen.“ Das wildgewordene Tier fügte im schwere Verletzungen am Rücken zu. "Als er mich in den Nacken biss, dachte ich, ich sterbe", sagte er dem Bericht zufolge.

Doch Balasso hatte Glück im Unglück: Seiner Freundin gelang es mit dem Handy, Hilfe zu rufen. Mehrere Freunde vertrieben den Bären mit Schreien - und verhinderten dadurch Schlimmeres. Die Narben werden den jugen Polizisten freilich immer an den Bären-Angriff erinnern.

Der Bär wurde wenige Stunden nach der Attacke gegen vier Uhr morgens betäubt und gefangen. Das Tier durchwühlte Müll nach Essen. Es wurde im Tierpflegezentrum Casteller untergebracht. In Italien ist eine Diskussion zwischen Tierschützern und Befürwortern des Abschusses der Raubtiere. Im Trentino wurden vor einigen Jahren Bären dank eines Schutzprogramms in größerer Zahl wieder heimisch. Mittlerweile sollen dort um die 90 Bären leben.

28. August 2020: Drama in Spitzbergen Eisbär tötet Urlauber in Campingzelt

Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen wurde ein Mann nachts in seinem Campingzelt von einem Eisbären getötet.

Nach Informationen der Behörden geschah der Angriff gegen 4 Uhr auf einem Campingplatz bei Longyearbyen. Die Identität des Toten ist noch nicht bekannt.

Auf den Eisbären wurde auch geschossen. Als die Polizei eintraf, war das Tier jedoch verschwunden. Später wurde der Bär tot auf dem Parkplatz eines Flugplatzes gefunden.

Insgesamt sollen sechs Personen bei der Eisbären-Attacke anwesend gewesen sein.

In den vergangenen Tagen kam es häufiger vor, dass sich Eisbären der Siedlung näherten. In der Regel werden die Tiere vertrieben oder mit Helikoptern umgesetzt. Die Menschen in Longyearbyen sind dazu aufgerufen, die Ortschaft nicht unbewaffnet zu verlassen. Das norwegische Polarinstitut hatte zuvor auf Twitter vermeldet, dass Tierschützer geholfen hätten, ein Eisbär-Weibchen und ein Jungtier zu vertreiben. Die beiden Tiere seien am Donnerstag in die Nähe von Longyearbyen gekommen.

Norwegen, Longyearbyen: Zelte stehen auf einem Campingplatz. Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen wurde in der Nacht zu Freitag ein Mann von einem Eisbären getötet.
Norwegen, Longyearbyen: Zelte stehen auf einem Campingplatz. Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen wurde in der Nacht zu Freitag ein Mann von einem Eisbären getötet.
Bild: picture alliance/Line Nagell Ylvisaker/NTB/AP/dpa (Symbolfoto)

27. August 2020: Bär tötet Frau vor ihrer Campinghütte in Kanada während sie telefoniert

Eine schreckliche Bären-Attacke sorgt in Kanada für Aufsehen. Eine 44-jährige Frau wurde vor ihrer Camping-Hütte von einem Braunbär getötet, während sie mit ihrem Vater telefonierte.

Die Frau sei mit ihrem Ehemann und zwei kleinen Kindern an ihrer abgelegenen Camping-Hütte im Norden der Provinz Saskatchewan gewesen, als der Schwarzbär sie attackierte, teilte die Polizei mit. Bei dem plötzlichen Bärenangriff wurde sie so schwer verletzt, dass sie trotz eines herbeigerufenen Rettungshubschraubers später starb.

Ihr Vater sagte einem lokalen Radiosender, dass er gerade mit seiner Tochter via Satellitentelefon gesprochen habe, als er plötzlich "verstörende Geräusche" hörte. Danach habe sein Schwiegersohn ihm gesagt, dass es eine Bärenattacke gegeben habe.

Der Ehemann der Frau und die beiden kleinen Söhne blieben unverletzt. Der Mann erschoss den Bären. Seit 1983 habe es in der Provinz Saskatchewan keinen tödlichen Angriff eines Bären mehr gegeben, hieß es von der Polizei.

Laut Behördenangaben erfolge die Bären-Attacke aus dem Nichts und ohne dass das alte, männliche Tier provoziert worden wäre. Der Bär sei auch nicht hungrig gewesen, habe einen mit Blaubeeren gefüllten Magen gehabt, hieß es.

24. August 2020: Bärenattacke: Dramatischer Vorfall im Trentino (Südtirol)

Vergangene Woche hatte ein dramatischer Vorfall im Trentino (Italien) für Aufsehen gesorgt: Dort war ein Polizist beim Abendspaziergang von einem Bären angegriffen und verletzt worden.

Im Trentino wurden Bären vor erinigen Jahren mit einem Schutz-Programm wieder angesiedelt. Mittlerweile sollen dort wieder um die 90 Exemplare leben. Naturschützer und Tierfreunde sind von dieser Entwicklung begeistert. Doch sie hat auch ihre Schattenseiten. Das bekam jetzt ein Polizist zu spüren. Ein Spaziergang kurz vor der Nachtschicht wurde dem 24-Jährigen zum Verhängnis.

An einem See im Bergdorf Andalo in Südtirol wurde er urplötzich von einem Bär attackiert. Das 120 Kilogramm schwere Raubtier stürzte sich am Samstag gegen 22.30 Uhr auf den Carabinieri, der in einem bei Touristen beliebten Gebiet unterwegs war. Die Verletzte musste ins Krankenhaus transportiert werden. Er sei nicht mehr in kritischem Zustand, berichtete der Bürgermeister von Andalo, Alberto Perli. Der Schock freilich sitzt tief.

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Zumal es nicht die erste Attacke dieser Art war. Immer wieder gibt es im Trentino Ärger um die Wildbären, die teils sogar in Wohngebiete eindringen und Nutztiere attackieren.

Erst im Juni hatte eine Bären-Attacke für Aufsehen gesorgt, bei der ein Braunbär in Trentino einen 28-jährigen Wanderer angriff.

Der Vater des jungen Mannes stürzte sich wagemutig auf das Tier, um seinen Sohn zu retten. Der 59-Jährige erlitt bei dem Vorfall Knochenbrüche in einem Bein und tiefe Wunden. Der Sohn kam mit nur oberflächlichen Verletzungen davon.

Einen ebenfalls dramatischen Vorfall zeigte ein Video, das die italienische Presseagentur Ansa im Mai veröffentlicht hat. Es zeigt den zwölfjährigen Alessandro bei einer Wanderung in den Bergen in der Region Trentino - und einen plötzlich auftauchenden Bär, der dem Bub hinterherläuft! Dem Sohn steht der Schrecken ins Gesicht geschrieben.

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Doch er verhält sich vorbildlich: Er bleibt ruhig und entfernt sich langsam von dem wilden Tier, in Richtung seiner Familie. Unversehrt übersteht er die unheilvolle Begegnung, die in Italien Anlass für etliche Diskussionen war. Dabei ging es nicht nur um die Gefahr durch Bären, sondern auch über das Verhalten des Vaters von Alessandro, der das dramatische Geschehen mit dem Handy filmte.

Bärensichtung 2019 im Allgäu

Auch im Allgäu soll sich im Herbst 2019 ein Bär aufgehalten haben: Eine Touristin sichtet und fotografiert Kotspuren eine Bären in Balderschwang (Oberallgäu). Zwei Wochen später bescheinigt ein Experte deren Echtheit. Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums gibt es jedoch kein Anzeichen dafür, dass das Tier sich noch im Allgäu aufhält. Es handle sich vermutlich um einen durchziehenden Bär. Vielleicht stammte er aus Trentino. Bären können bis zu 40 Kilometer an einem Tag zurücklegen.