Dreister Coup

Bank in Berlin mit Reizgas überfallen - Täter auf der Flucht

31.07.2020, Berlin: Polizeibeamte stehen an einem Kaufhaus am Hermannplatz. Am Hermannplatz in Berlin-Neukölln ist die Polizei wegen eines Raubüberfalls im Einsatz. (zu dpa «Polizei: Raubüberfall am Hermannplatz - viele Einsatzkräfte vor Ort») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

Polizeifahrzeuge am Tatort, dem Herrmannplatz in Berlin-Neukölln.

Bild: Fabian Sommer/dpa

Polizeifahrzeuge am Tatort, dem Herrmannplatz in Berlin-Neukölln.

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Schreck am Freitagnachmittag. In einer Bankfiliale am Hermannplatz in Berlin verspühen die Täter Reizgas. Es ist ein Überfall mit vielen offenen Fragen.

dpa
31.07.2020 | Stand: 19:34 Uhr

Sie flüchteten wahrscheinlich mit einem Auto - aber offenbar ohne Beute. Vier Männer haben am Freitagnachmittag in Berlin-Neukölln eine Bankfiliale im Kaufhaus am Hermannplatz überfallen. Die Täter drangen demnach in die Filiale ein und versprühten Reizgas. Die Feuerwehr behandelt zwölf Verletzte. Vier von ihnen kommen ins Krankenhaus, um dort ambulant behandelt zu werden. Die Verletzten sollen Bankkunden sein.

Die Lage war zunächst etwas unübersichtlich. Dass die Täter offenbar kein Geld erbeutetem, war erst am Abend klar. Sie seien am Nachmittag in eine Postbank-Filiale eingedrungen und hätten versucht "einer Person" Geld zu entreißen, die zu einer Geldtransporter-Besatzung gehörte, Um 13.30 ging der Notruf bei Polizei und Feuerwehr ein.

Banküberfall in Berlin: Es gibt noch viele Fragezeichen

Das traditionsreiche Warenhaus wird mit rot-weißem Flatterband war abgesperrt. Mehr als ein Dutzend Polizeiwagen fuhren auf. Beamte mit schusssicheren Westen postierten sich. Spezialkräfte durchsuchten das Gebäude. Es gab widersprüchliche Angaben von Zeugen. Einige wollten gesehen haben, das Räuber in das mehrstöckige Kaufhaus geflüchtet seien, andere sagen, nach draußen. Von einer akuten Gefahr ging die Polizei nicht aus.

Bankfiliale in Neukölln überfallen: Was die Polizei bereits weiß

Nach den Räubern und dem Fluchtwagen wird gefahndet. "Wir haben Täterbeschreibungen", sagt Cablitz. Herausbekommen hat die Polizei auch, dass Kennzeichen und Fahrzeug nicht übereinstimmen.

Hinter den Absperrungen stehen Schaulustige. Der Verkehr staut sich an diesem heißen Nachmittag in Berlin. Doch in den Geschäften gegenüber vom Eingang hat niemand etwas gesehen. "Es war überraschend ruhig", sagt eine Kiosk-Mitarbeiterin. Sie habe erst mit der Ankunft der Polizei davon mitbekommen.

Viele Mitarbeiter des Kaufhauses sitzen indes nebenan und essen Eis, auch die haben nichts mitbekommen. "Wir wissen nur, dass wir geräumt wurden."

Einen Großeinsatz gab es auch in Bremen. Dort hat die Polizei hat nach einem Gewaltdelikt auf dem Universitätsgelände am Freitag den Tatverdächtigen festgenommen