Barbaratag 2021

Barabaratag und Barbarazweige - deshalb blühen die Kirschzweige an Weihnachten

Brauchtum am Barbara-Tag: Meistens werden am Barbaratag Kirschzweige in Vasen gestellt. Bis Weihnachten sollen die Zweige aufblühen.

Brauchtum am Barbara-Tag: Meistens werden am Barbaratag Kirschzweige in Vasen gestellt. Bis Weihnachten sollen die Zweige aufblühen.

Bild: Franziska Gabbert, dpa (Symbolbild)

Brauchtum am Barbara-Tag: Meistens werden am Barbaratag Kirschzweige in Vasen gestellt. Bis Weihnachten sollen die Zweige aufblühen.

Bild: Franziska Gabbert, dpa (Symbolbild)

Der Barbara-Tag heute hat eine jahrhundertelange Tradition. Welche Bedeutung und Geschichte hinter dem Brauch mit dem Barbarazweig steckt.
04.12.2021 | Stand: 08:51 Uhr

Heute ist Barbaratag 2021. Den Brauch, einen Zweig in ein Vase mit Wasser zu stellen, damit er bis Weihnachten aufblüht, gibt es schon lange. Doch welche Geschichte steckt hinter dem Barbarazweig und wer feiert den Gedenktag? Alle Wissenswerte zum Barbara-Tag auf einen Blick:

Wann ist der Barbaratag 2021?

Der Barbaratag wird jedes Jahr am 4. Dezember gefeiert. 2021 fällt das Datum auf einen Samstag.

Was wird am Barbara-Tag gefeiert?

Am Barbaratag werden Zweige von Obstbäumen - meistens Kirschbäume- geschnitten und anschließend in eine Vase gestellt und bis Heiligabend aufbewahrt. Die Zweige blühen mit der Zeit auf und sollen die dunkle Winterzeit etwas aufhellen. Außerdem sollen die blühenden Barbarazweige Glück und Hoffnung fürs neue Jahr bringen.

Was kann ich tun, damit der Zweig auch tatsächlich bis Weihnachten blüht?

Um sicherzustellen, dass der Barbarazweig auch tatsächlich aufblüht, sollte die Vase an einem hellen Ort stehen und das Wasser regelmäßig gewechselt werden.

Barbara von Nikomedien: Woher stammt der Brauch rund um den Barbaratag?

Verschiedenen Überlieferungen zufolge geht der Barbaratag auf die Legende der heiligen Barbara zurück. Sie gilt als Schutzpatronin der Bergleute und als Märtyrerin. Im dritten Jahrhundert nach Christus soll sie in Nikomedien (das heutige Izmir in der Türkei) gelebt haben. Sie soll als Heidin geboren, aber später zum Christentum übergetreten sein.

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Einer Überlieferung nach schickte sie ihr Vater deshalb ins Gefängnis und ließ sie dort umbringen. Auf dem Weg dorthin verhing sich ihre Kleidung in einem Zweig, den sie im Gefängnis ins Wasser stellte. Er soll an dem Tag aufgeblüht sein, an dem Tag sie hingerichtet wurde. Für Christen gilt sie deshalb als Märtyrerin und man gedenkt ihr jedes Jahr am 4. Dezember.

Allerdings ist nicht klar, ob es die heilige Barbara tatsächlich gegeben hat. Um die Geschichte ranken sich viele Mythen und Legenden, die historisch nicht belegt sind.

Wer feiert den Barbaratag und ist der 4. Dezember ein Feiertag?

Viele Christen auf der ganzen Welt feiern den Barbaratag. Der Gedenktag ist fester Bestandteil im Heiligenkalender der Katholiken. Auch Anhänger der griechisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft gedenken am 4. Dezember der heiligen Barbara.

Ein offizieller Feiertag ist der Barbaratag jedoch nicht. Die Menschen haben demnach nicht frei und Geschäfte haben normal geöffnet.

Was hat das Bärbeletreiben im Allgäu mit dem Barbaratag zu tun?

Im Allgäu springen am 4. Dezember traditionell die sogenannten Bärbele durch die Dörfer und Städte, verteilen Hiebe an die Unartigen und Gaben an die Artigen. Meist unverheiratete Frauen verkleiden sich mit Gewändern aus Fetzen, handgefertigten Gesichtsmasken, langen Röcken und Kopftüchern. Außerdem tragen die Bärbele Kuhglocken oder Schellen und haben Ruten aus geschnittenen Weidenzweigen.

Der Bärbele-Brauch geht allerdings nicht auf die Geschichte der heiligen Barbara zurück, sondern ist keltischen Ursprungs. Genaue Überlieferungen fehlen aber auch hier.

Beim Bärbele-Treiben verkleiden sich Allgäuerinnen mit Masken und Lumpengewändern und ziehen von Haus zu Haus.
Beim Bärbele-Treiben verkleiden sich Allgäuerinnen mit Masken und Lumpengewändern und ziehen von Haus zu Haus.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

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