"Free Britney" - Bewegung

Befreiungsschlag für Britney? - Nächste Runde im Vormundschaftsstreit

Die Eltern wollen die Vormundschaft abtreten. Doch der Anwalt von Britney Spears will die Jamie und Lynne Spears zur Rechenschaft ziehen: Sie sollen sich an dem Vermögen der Sängerin bereichert haben.

Die Eltern wollen die Vormundschaft abtreten. Doch der Anwalt von Britney Spears will die Jamie und Lynne Spears zur Rechenschaft ziehen: Sie sollen sich an dem Vermögen der Sängerin bereichert haben.

Bild: Uncredited, AP, dpa

Die Eltern wollen die Vormundschaft abtreten. Doch der Anwalt von Britney Spears will die Jamie und Lynne Spears zur Rechenschaft ziehen: Sie sollen sich an dem Vermögen der Sängerin bereichert haben.

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Kommt Britney Spears nach 13 Jahren unter Vormundschaft frei? Die nächste Runde in dem Rechtsstreit steht an und könnte eine wichtige Entscheidung bringen.
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dpa
12.11.2021 | Stand: 10:32 Uhr

Der Gerichtsstreit um die seit 13 Jahren dauernde Vormundschaft über Britney Spears geht in die nächste Runde. "Diese Woche wird sehr interessant für mich. Es gibt nichts, für das ich in meinem Leben mehr gebetet habe", schrieb die Sängerin zu Wochenbeginn auf Instagram, ohne die Anhörung konkret zu erwähnen. Der Countdown zum Termin bei Richterin Brenda Penny am Freitagnachmittag (Ortszeit) in Los Angeles läuft schon seit Wochen, angeheizt von dem schlagzeilenträchtigen Tauziehen zwischen Britneys Team und der von ihr entfremdeten Familie.

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag (2. Dezember) könnte Spears nun ihre Freiheit zurückerhalten - falls das Gericht grünes Licht gibt, alle Auflagen der Vormundschaft aufzuheben.

Anwalt von Britney Spears fordert schon länger die Aufhebung der Vormundschaft

Richterin Penny hatte Britney Spears' Vater, Jamie Spears (69), Ende September als Vormund seiner berühmten Tochter abgesetzt. Sie kam damit dem dringlichen Antrag von Mathew Rosengart nach, der als Anwalt der Sängerin schon länger die Enthebung des Vaters gefordert hatte. Bei der Anhörung hatte er Jamie Spears als "grausamen, toxischen und missbräuchlichen Mann" dargestellt. Das Gericht setzte den Buchhalter John Zabel vorübergehend als Vormund für die Finanzen der Sängerin ein.

Es war also nur ein Teilsieg für Britney auf ihrem langen Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Die zweifache Mutter - ihre Söhne sind 15 und 16 Jahre alt - steht seit 2008 unter Vormundschaft, nachdem der Popstar damals wegen beruflicher und privater Probleme psychisch zusammengebrochen war. Zunächst verwaltete ihr Vater das Millionen-Vermögen und die privaten Anliegen seiner Tochter. 2019 trat er kürzer, blieb aber für die Finanzen zuständig. Für die persönlichen Belange der Sängerin, darunter medizinische Anliegen, ist seither als Mit-Vormund Jodi Montgomery verantwortlich.

Britney Spears attackiert Familie und Betreuer

Bei Anhörungen im Juni und Juli hatte Spears in tränenreichen Ansprachen ihren Vater heftig angegriffen und Vorwürfe gegen ihre Familie und Betreuer erhoben. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen, erklärte die Sängerin von Hits wie "Oops! ... I Did It Again" oder "Baby One More Time".

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Britney Spears ist frei: Gericht setzt Vater als Vormund ab

Auf Instagram teilt sich die Sängerin seit Monaten offen mit. Neben freizügigen Tanzvideos und Fotos postet sie auch scharfe Worte, unlängst etwa gegen ihre Mutter Lynne. In einem später wieder gelöschten Post schrieb die 39-Jährige: "Danke, dass du aus meinem Leben verschwindest und mir endlich ermöglichst, mein eigenes zu leben." Ihre Mutter habe die Vormundschaft forciert, schrieb die Sängerin.

Eltern sollen sich an Britney Spears Vermögen bereichert haben

Beide Elternteile haben sich inzwischen für ein Ende der Vormundschaft ausgesprochen, doch das Gerangel ist damit längst nicht beendet. Der bittere Streit dreht sich auch um Geld. Spears-Anwalt Rosengart will Jamie Spears zur Rechenschaft ziehen. Er wirft dem Vater vor, sich an dem Millionenvermögen seiner Tochter bereichert zu haben. Mutter Lynne soll kürzlich vor Gericht eine Zahlung von rund 650.000 US-Dollar aus dem Vermögen ihrer Tochter zur Deckung ihrer eigenen Anwaltskosten beantragt haben, berichteten US-Medien. Sie habe 2019 Anwälte engagiert, die Britney bei der "Befreiung" aus der Vormundschaft helfen sollten, macht die Mutter demnach in Gerichtsdokumenten geltend.

Spears schmiedet offensichtlich schon Pläne für ein Leben ohne Vormund. Mitte September hatte sie die Verlobung mit ihrem langjährigen Freund Sam Asghari verkündet. Den 27-jährigen Tänzer und Fitnesstrainer hatte sie 2016 am Set des Musikvideos "Slumber Party" kennengelernt. Einen Hochzeitstermin hat das Paar noch nicht verraten, doch Spears hält sich mit Andeutungen nicht zurück. "Nein, dies ist nicht mein Hochzeitskleid", schrieb sie am Mittwoch auf Instagram zu Fotos von sich in einem rosafarbenen Tüllkleid. Doch Modedesignerin Donatella Versace würde bereits daran arbeiten, weihte sie ihre Follower ein.

"Free Britney"-Anhänger vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles erwartet

Wie schon bei früheren Anhörungen werden auch am Freitag wieder Hunderte Fans der Sängerin vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles erwartet. Die lautstarke "Free Britney"-Bewegung hat dort eine Kundgebung geplant. Auch in Städten wie New Orleans, New York und London wollen sich Anhänger versammeln.