Islamistischer Anschlag mit sechs Verletzten

Behörden hatten Angreifer von Stadtautobahn nicht auf ihrem "Radar"

Von der Polizei mit Kreide markierte Bremsspuren sind auf der A 100 in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße zu sehen. Dort kam am späten Dienstagabend ein Mann mit seinem Auto zum stehen, der zuvor mehrere Unfälle verursacht hatte. Der mutmaßliche Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn war nach Einschätzung der Behörden wohl islamistisch motiviert.

Von der Polizei mit Kreide markierte Bremsspuren sind auf der A 100 in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße zu sehen. Dort kam am späten Dienstagabend ein Mann mit seinem Auto zum stehen, der zuvor mehrere Unfälle verursacht hatte. Der mutmaßliche Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn war nach Einschätzung der Behörden wohl islamistisch motiviert.

Bild: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Von der Polizei mit Kreide markierte Bremsspuren sind auf der A 100 in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße zu sehen. Dort kam am späten Dienstagabend ein Mann mit seinem Auto zum stehen, der zuvor mehrere Unfälle verursacht hatte. Der mutmaßliche Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn war nach Einschätzung der Behörden wohl islamistisch motiviert.

Bild: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Der Angreifer von der Berliner Stadtautobahn war vor dem islamistischen Anschlag mit einem Auto nicht im Blick der Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt.

Von der Polizei mit Kreide markierte Bremsspuren sind auf der A 100 in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße zu sehen. Dort kam am späten Dienstagabend ein Mann mit seinem Auto zum stehen, der zuvor mehrere Unfälle verursacht hatte. Der mutmaßliche Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn war nach Einschätzung der Behörden wohl islamistisch motiviert.
dpa
20.08.2020 | Stand: 13:14 Uhr

Es habe keine Staatsschutzerkenntnisse zu dem 30-jährigen Iraker und keine Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Donnerstag. "Er war nicht auf dem Radar." Aufgefallen sei der Mann, der mit einer Duldung in Deutschland lebt, in der Vergangenheit aber mit Delikten wie Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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Der 30-Jährige hatte am Dienstagabend an drei Stellen der Stadtautobahn laut Staatsanwaltschaft gezielt Fahrzeuge angegriffen und gerammt. Er hatte demnach Jagd auf Motorräder gemacht. Sechs Menschen waren verletzt worden, drei davon schwer. Gegen den Angreifer wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Ein schwerst verletzter Feuerwehrmann liegt auf der Intensivstation. "Sein Zustand ist ernst, wir sind in Gedanken bei ihm und hoffen das Beste", sagte ein Feuerwehrsprecher am Morgen.

Der abgelehnte Asylbewerber ist nun vorerst im Maßregelvollzug, dem Haftkrankenhaus, untergebracht, wo er psychiatrisch behandelt wird. Dies hatte ein Haftrichter wegen psychischer Auffälligkeiten am Mittwochabend entschieden.

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Die Unterbringung sei eine erste Momentaufnahme und bedeute nicht automatisch, dass der Angreifer schuldunfähig ist, sagten Ermittlerkreise der Deutschen Presse-Agentur. Der Iraker werde weiter begutachtet und befragt. Bislang soll er sich nicht geäußert haben.

Nach der Festnahme am Dienstagabend sei der Mann von einer Polizeiärztin begutachtet worden, diese sei nicht von einer Schuldunfähigkeit ausgegangen, der mutmaßliche Täter soll klar gewirkt haben. Bei einer weiteren Begutachtung seien dann am Mittwoch aber psychische Auffälligkeiten festgestellt worden. Generalstaatsanwältin Margarete Koppers hatte am Mittwoch gesagt, trotz psychischer Auffälligkeiten sei ein gezieltes Verhalten möglich.