Hygiene

Brad Pitt, Leonardo di Caprio: Warum Hollywood-Stars nicht ans Duschen glauben

Brad Pitt (links) und Leonardo DiCaprio lassen schon mal gerne das Duschen bleiben – was der Kollegenschaft mitunter nicht gefällt.

Brad Pitt (links) und Leonardo DiCaprio lassen schon mal gerne das Duschen bleiben – was der Kollegenschaft mitunter nicht gefällt.

Bild: Jens Kalaene, dpa

Brad Pitt (links) und Leonardo DiCaprio lassen schon mal gerne das Duschen bleiben – was der Kollegenschaft mitunter nicht gefällt.

Bild: Jens Kalaene, dpa

In den USA plaudern mehrere Filmstars darüber, dass sie wenig vom Duschen halten.
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Von Sören Becker
18.09.2021 | Stand: 12:44 Uhr

Wer schon länger das Gefühl hatte, dass die Filmbranche zum Himmel stinkt, dürfte sich nun bestätigt fühlen. Immer mehr Prominente weigern sich, regelmäßig zu duschen oder zu baden. „Ich bin immer mehr der Meinung, dass Waschen unnötig ist. Der Körper reinigt sich auf natürliche Weise selbst“, sagte etwa Schauspieler Jake Gyllenhaal der Zeitschrift Vanity Fair. Und er ist nicht der einzige:

Brad Pitt setzt auf Babytücher statt auf Duschen

Auch Frauenschwarm Brad Pitt könnte auch mal etwas strenger riechen, glaubt man zumindest Regisseur Eli Roth. Dieser zitiert Pitt in einem Interview folgendermaßen: „Ich habe keine Zeit zu duschen, Mann! Alles, was du tun musst, ist ein paar Babytücher zu benutzen.“ Diese solle man unter seinen Achseln reiben. Auch seine Ex-Frau Angelina Jolie erzählte in einem Interview, dass die gemeinsamen Kinder ihn „Stinke-Papi“ nennen. Der Schauspieler David Arquetteäußerte sich dahingehend, dass Pitt„riecht wie ein LKW–Fahrer“. Auch Leonardo DiCaprio verzichtet der amerikanischen Regenbogenpresse zur Folge häufig auf Körperpflege, um Wasser zu sparen.

Robert Pattinson gab ebenfalls zu Protokoll, dass er es mit dem Duschen nicht so genau nimmt. „Ich sehe nicht wirklich den Sinn darin, sich die Haare zu waschen“, wird der Schauspieler von der amerikanischen Klatschpresse zitiert. Ein anonymer „Insider“, der öfter mit Pattinson zusammengearbeitet haben soll, kommentiert im gleichen Artikel: „Er stinkt. Es ist schrecklich. Er duscht nie und macht die Leute am Set verrückt.“

Was zu seltenes Duschen für Folgen haben kann

Abgesehen vom unangenehmen Geruch kann zu seltenes Duschen auch zu unschönen Hautschäden führen. „Der Talg sammelt sich auf der Haut an und bildet unschöne braune schuppige Flecken. Die sogenannte Pomadenkruste“, sagt die Augsburger Hautärztin Dr. Catharina Fischer. Zudem könne es sein, dass sich Keime auf der Haut ansammeln, die bei Verletzungen leicht in den Körper eindringen und Infektionen mit Pilzen oder Mikroben verursachen können.

Fischer sieht gesamtgesellschaftlich jedoch eher das entgegengesetzte Problem: „Die meisten Menschen duschen eher zu viel als zu wenig.“ Viele andere Hautärzte und -ärztinnen stimmen ihr dabei ebenso zu wie die Deutsche Dermatologische Gesellschaft. Exzessives Duschen könne zu trockener Haut, Ekzemen und Neurodermitis führen. „Rein dermatologisch sollte man höchstens zweimal pro Woche duschen“, empfiehlt Fischer. Wer besonders wenig Fett in der Haut hat, könne auch auf einmal die Woche herunterfahren. „Das empfehle ich Patienten, die trockene Haut haben“, berichtet die Medizinerin.

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Für viele Menschen ist das Duschen vor allem ein sozialer Zwang. Auch für Fischer selbst: „Mehrere Tage ohne Dusche halte ich einfach nicht aus“, sagt sie. Menschen, denen es ähnlich geht, rät sie, sich nach dem Duschen einzucremen, weil die Haut sonst zu viel Fett verliere.