Alle drei waren ungeimpft

Familien-Tragödie: Vater, Mutter und Sohn nach Corona-Infektion tot

Eltern und Sohn tot: In Baden-Württemberg hat eine achtköpfige Familie innerhalb von wenigen Tagen drei ihrer Mitglieder wegen Corona verloren.

Eltern und Sohn tot: In Baden-Württemberg hat eine achtköpfige Familie innerhalb von wenigen Tagen drei ihrer Mitglieder wegen Corona verloren.

Bild: Joaquin Corchero, dpa (Symbolbild)

Eltern und Sohn tot: In Baden-Württemberg hat eine achtköpfige Familie innerhalb von wenigen Tagen drei ihrer Mitglieder wegen Corona verloren.

Bild: Joaquin Corchero, dpa (Symbolbild)

Innerhalb von nur zwölf Tagen sind Vater, Mutter und Sohn einer Familie in Neuenbürg an den Folgen einer Covid-Erkrankung gestorben. Alle drei waren ungeimpft.
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Von Allgäuer Zeitung
04.01.2022 | Stand: 12:50 Uhr

In Baden-Württemberg ist eine achtköpfige Familie aus Neuenbürg schwer von Corona getroffen worden. Wie mehrere Medien einstimmig berichteten, starben sowohl die Eltern als auch der Sohn, nachdem sie sich mit Corona infizierten. Fünf Schwestern, davon vier minderjährig, sind nun Waisen.

Eltern und Sohn nach Corona-Infektion tot: Familien-Drama hinterlässt fünf Waisen

Laut Medienberichten infizierte sich der Sohn Ende November 2021 mit dem Coronavirus. Als Folge davon kämpfte der 30-Jährige mit Atemproblemen und Fieber. Wie Focus Online berichtet, legt sich der Mann am 3. Dezember zum Schlafen nieder, um seine Symptome auszukurieren - und stirbt.

Auch seine Mutter und sein Vater, die wie der 30-Jährige nicht geimpft gewesen sein sollen, infizieren sich schwer mit Corona. Beide werden auf die Intensivstation verlegt. Auch das jüngste Kind der Familie erkrankt. Doch die Neunjährige übersteht die Infektion. Ihre Eltern dagegen sterben.

Vater, Mutter, Sohn sterben in Neuenbürg: Schwestern schwer traumatisiert

Am 13. Dezember erliegt die Mutter den Folgen ihrer Covid-Erkrankung. Nur zwei Tage später stirbt ihr Ehemann. Innerhalb von zwölf Tagen haben fünf Schwestern sowohl ihre Eltern als auch den älteren Bruder verloren. Während eine davon bereits volljährig und verheiratet ist, sind laut Medienberichten die übrigen vier noch minderjährig und vorübergehend bei ihrer Tante untergebracht. Dort sollen die Kinder im Alter von neun, zwölf, 14 und 17 Jahren in engen Verhältnissen leben.

Doch zurück in ihr altes Heim wollen sie nicht mehr. So berichtet ein Halbbruder der Schwestern gegenüber Bild: "Meine Schwestern sind so traumatisiert, dass sie da keinen Fuß mehr reinsetzen wollen."

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Auch der 39-Jährige war bislang ungeimpft. Das will er nun offenbar nach dem Tod seines Vaters ändern. "Es war ein Fehler, dass unsere Familie das nicht vorher getan hat", zitiert ihn das Blatt. Die drei Familienmitglieder wurden vergangene Woche beerdigt. (Lesen Sie auch: Omikron-Variante: Die häufigsten Symptome bei Omikron-Infektion laut RKI)

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Bei einem Aufruf auf Facebook bittet die Abteilungsleiterin der diakonischen Bezirksstelle in Neuenbürg, Yvonne Maisenbacher, um Spenden für die Kinder. Die Verstorbenen hatten offenbar früher beim Begegnungszentrum Neuenbürg gearbeitet. "Es sollen bitte keine materiellen Spenden eingereicht werden", sagt Maisenbacher der Pforzheimer Zeitung.

Da die Schwestern ein Dach über dem Kopf, Kleidung und Essen hätten, sollen die Spenden dazu beitragen, zukünftige Kosten bewältigen zu können. (Lesen Sie auch: Welche Spenden dürfen Klinikbeschäftigte annehmen?)

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