Corona-Ausbruch in Hildesheimer Pflegeheim

Nach Corona-Todesfällen in einem Pflegeheim: Ermittlungen gegen eine Beschäftigte

Eine ehemalige Mitarbeiterin eines Pflegeheims hat möglicherweise mit einem gefälschten Impfpass gearbeitet.

Eine ehemalige Mitarbeiterin eines Pflegeheims hat möglicherweise mit einem gefälschten Impfpass gearbeitet.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Eine ehemalige Mitarbeiterin eines Pflegeheims hat möglicherweise mit einem gefälschten Impfpass gearbeitet.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Nach einem Corona-Ausbruch mit drei Toten in einem Pflegeheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin. Der Verdacht: ein gefälschter Impfpass.
##alternative##
dpa
18.12.2021 | Stand: 11:57 Uhr

Nach einem Corona-Ausbruch mit drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine frühere Mitarbeiterin der Einrichtung. Es bestehe der Verdacht, dass die 44-Jährige mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet habe, während sie Corona hatte, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag. Da im engen zeitlichen Zusammenhang drei mit dem Virus infizierte Bewohnerinnen starben, ermittelt die Anklagebehörde zudem wegen des Anfangsverdachts auf Totschlag. Die Beschuldigte habe die Verwendung des gefälschten Impfpasses eingeräumt, so die Sprecherin. "Mit den Infektionen will sie nichts zu tun haben. Wir treffen sämtliche Maßnahmen, die dazu geeignet sind, um die Vorwürfe aufzuklären." Über die Ermittlungen hatte zunächst die "Hildesheimer Allgemeine Zeitung" berichtet. (Lesen Sie auch: Polizei durchsucht Wohnung von Pfrontener Familie - Sechs gefälschte Impfausweise sichergestellt)

Pflegeheim-Mitarbeiterin legte gefälschten Impfpass vor

Die Frau, die als Alltagsbegleiterin in dem Heim tätig war, wurde fristlos entlassen, wie Einrichtungsleiter Michael Ossenkopp der Nachrichtenagentur dpa sagte. Ihm zufolge legte die Frau dem Heim einen Impfpass vor, der sich als gefälscht herausstellte. Danach habe die Einrichtung Anzeige gegen die 44-Jährige gestellt. Später wurde nach Angaben der Heimleitung klar, dass die Frau trotz der Gefahr einer Corona-Erkrankung in dem Heim gearbeitet hatte. Der aktuelle Corona-Ausbruch zieht Ossenkopp zufolge weite Kreise. In jüngster Zeit hätten sich elf Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Beschäftigte infiziert. Wie lange die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern werden, war zunächst unklar.

Weitere Corona-Nachrichten lesen Sie in unserem Newsblog.