Kritik des Journalisten-Verbands

DJV verurteilt Übergriffe der Polizei auf Journalisten nach Demo

Die Polizei ist bei der Demonstration „Wir sind alle LinX“ am Samstag in Leipzig offenbar nicht nur gegen aggressive Demonstranten vorgegangen.

Die Polizei ist bei der Demonstration „Wir sind alle LinX“ am Samstag in Leipzig offenbar nicht nur gegen aggressive Demonstranten vorgegangen.

Bild: Jan Woitas, dpa

Die Polizei ist bei der Demonstration „Wir sind alle LinX“ am Samstag in Leipzig offenbar nicht nur gegen aggressive Demonstranten vorgegangen.

Bild: Jan Woitas, dpa

Bei der Demonstration "Wir sind LinkX" ist die Polizei offenbar nicht nur gegen Demonstranten vorgegangen. Kritik gibt es vom Deutschen Journalistenverband.

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Von dpa
20.09.2021 | Stand: 15:35 Uhr

"Wir sind LinX" am Samstag scharf verurteilt. Beim Vorgehen der Polizei gegen brennende Barrikaden und Steinewerfer und dem Räumen von Straßenzügen sei es auch zu Übergriffen auf Journalistinnen und Journalisten gekommen", teilte der DJV am Montag mit.

"So wurde an der Auerbachstraße ein Fotograf von einem Beamten einer Chemnitzer Bereitschaftspolizeieinheit angegriffen. Derselbe Beamte schlug sofort danach einem freien Fernsehjournalisten das Mikrofon aus der Hand", hieß es. Ein weiterer freier Kameramann sei - offenbar von einer vorrückenden Bundespolizeieinheit - in der Biedermannstraße förmlich überrannt und gegen ein parkendes Auto geschleudert worden. Die Vorfälle seien auf Video dokumentiert.

Journalisten bedrängt oder weggeschubst

"Mehrere Journalist*innen schilderten dem DJV Sachsen außerdem, dass sie - trotz sichtbar getragenem oder hochgehaltenem Presseausweis - bei der Arbeit behindert, zum Teil rüde verbal angegangen, bedrängt und weggeschubst wurden. Auch ein Fernsehteam des Mitteldeutschen Rundfunks war davon betroffen", teilte der DJV mit. "Diese Übergriffe sind indiskutabel, wir verurteilen sie auf das Schärfste", sagte die DJV-Landesvorsitzende Ine Dippmann.

Die offizielle Demonstration sei zu diesem Zeitpunkt schon mehr als eine Stunde beendet gewesen, berichtete der DJV. Nach übereinstimmenden Schilderungen bedrängter habe keine Bedrohungs- oder Eskallage