Atemwegserkrankung

Es gibt mehr Grippefälle als letztes Jahr, aber weniger als vor Corona

Wegen der Corona-Maßnahmen sind die Grippefälle in Deutschland weniger geworden.

Wegen der Corona-Maßnahmen sind die Grippefälle in Deutschland weniger geworden.

Bild: Andreas Gebert, dpa (Symbolbild)

Wegen der Corona-Maßnahmen sind die Grippefälle in Deutschland weniger geworden.

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Die Zahlen der an der Grippe erkrankten Menschen in Deutschland ist 2021 wieder höher als letztes Jahr. Wegen Corona sind die Zahlen aber immer noch niedrig.
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dpa
24.12.2021 | Stand: 09:34 Uhr

Im Jahr 2021 gab es mehr Grippefälle als letztes Jahr, aber weniger als vor Corona. Laut aktuellem Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) wurden seit Anfang Oktober 2021 mindestens 449 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das Rober Kooch-Insitut (RKI) gemeldet.

"Im Vergleich mit den letzten fünf vorpandemischen Saisons sind diese Werte sehr niedrig." Im Vergleich zum Vorjahr würden "jedoch deutlich mehr Fälle" übermittelt - damals war die Grippewelle quasi ausgefallen. 2019 wurden noch 185.893 Influenzafälle an das RKI gemeldet.

Kontaktbeschränkungen haben auch Grippe eingedämmt

Zur Lage bei Atemwegsinfektionen allgemein in Deutschland stellt die AGI fest, dass die verschärften Maßnahmen zur Kontaktreduktion in den vergangenen Wochen "zu einem deutlichen Rückgang von Übertragungen akuter Atemwegsinfektionen in der Bevölkerung" geführt hätten. Das gelte insbesondere in den Altersgruppen ab 15 Jahren.

"Die Grippe spielt in diesem Winter bisher eine geringe Rolle. Es spricht einiges dafür, dass es auch so bleibt", sagte der Vorstandschef der Krankenkasse Barmer, Christoph Straub, den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Das liege wie auch schon vorige Saison an den Corona-Regeln.

Die Grippesaison, in der die Viren hauptsächlich zirkulieren, reicht auf der Nordhalbkugel in der Regel von Anfang Oktober bis Mitte Mai. Die jährliche Grippewelle - eine erhöhte Aktivität - begann in der Zeit vor Corona laut RKI meist im Januar und dauerte drei bis vier Monate. "Der Verlauf einer Grippesaison lässt sich nicht vorhersagen", schreibt das RKI auf seiner Webseite. Bei Grippe wird auch eine hohe Dunkelziffer angenommen.

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