Täter auf der Flucht

Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp - Mutmaßlicher Schütze festgenommen

Absperrband hängt in einer Seitenstraße. In Espelkamp sind nach Angaben der Bielefelder Polizei zwei Menschen erschossen worden. Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen gefasst.

Absperrband hängt in einer Seitenstraße. In Espelkamp sind nach Angaben der Bielefelder Polizei zwei Menschen erschossen worden. Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen gefasst.

Bild: Lino Mirgeler

Absperrband hängt in einer Seitenstraße. In Espelkamp sind nach Angaben der Bielefelder Polizei zwei Menschen erschossen worden. Der mutmaßliche Täter wurde inzwischen gefasst.

Bild: Lino Mirgeler

Mehrere Stunden nach tödlichen Schüssen in Espelkamp nimmt die Polizei den mutmaßlichen Täter fest. Er soll zwei Menschen getötet haben und war auf der Flucht.
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dpa
17.06.2021 | Stand: 18:12 Uhr

Nach tödlichen Schüssen mit zwei Opfern in Espelkamp in Nordrhein-Westfalen ist der mutmaßliche Täter gefasst worden. Die Festnahme erfolgte im niedersächsischen Diepenau, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die Festnahme des 52-Jährigen sei ohne Komplikationen verlaufen. Der Mann stammt nach Angaben der Ermittler aus Diepenau, das rund 13 Kilometer von Espelkamp entfernt ist. Die Polizei hatte am Nachmittag zahlreiche Kräfte in Diepenau zusammen gezogen. Wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete, waren auch Spezialkräfte der Polizei im Einsatz.

Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp

Bei den Opfern in Espelkamp handelt es sich laut Polizei um einen 48-jährigen Mann und eine Frau, zu der zunächst keine weiteren Details genannt wurden.

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Zwei Tote nach Schüssen in Espelkamp

Laut einer ersten Mitteilung war die Polizei um 11.16 Uhr über Schüsse informiert worden. Man fand den getöteten 48-Jährigen und die schwer verletzte Frau, die trotz Reanimationsmaßnahmen vor Ort starb. Ein Opfer wurde in einem Haus entdeckt, das zweite in einer nahen Seitengasse.

Espelkamp liegt am nordöstlichen Rand von Nordrhein-Westfalen. Bis Bielefeld sind es 50, bis Osnabrück in Niedersachsen 48 Kilometer. Augenzeugen berichten von vier Schüssen, eine Nachbarin will die Polizei gerufen haben. Das Leben in der Kleinstadt mit knapp 25.0000 Einwohnern geht nach dem Fund der Leichen augenscheinlich normal weiter. Von der Fahndung nach dem Täter oder einem großen Polizeiaufgebot ist im Stadtgebiet - außerhalb des abgesperrten Bereich - nichts zu spüren, schreibt die Deutsche Presse-Agentur.

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Dass es sich bei den Schüssen um eine Amoktat handelt, hatte die Polizei bereits am Nachmittag dementiert. Ein zunächst anders lautender Verdacht hatte sich demnach nicht bestätigt. Nach offiziellen Angaben der Bielefelder Polizei vom Donnerstag handelte es sich demnach um ein Tötungsdelikt. "Die Hintergründe der Tat sind Bestandteil der andauernden Ermittlungen", teilte die Polizei mit.

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