Einziger Überlebender des Seilbahnunglücks in Italien

Familiendrama um Eitan (6): Anhörung in Tel Aviv zu Aufenthaltsort begonnen

Shmulik Peleg, Großvater von Eitan, trifft im Gericht ein. Im mutmaßlichen Entführungsfall des einzigen Überlebenden des Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore geht der Streit um den Aufenthaltsort des kleinen Jungen weiter.

Shmulik Peleg, Großvater von Eitan, trifft im Gericht ein. Im mutmaßlichen Entführungsfall des einzigen Überlebenden des Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore geht der Streit um den Aufenthaltsort des kleinen Jungen weiter.

Bild: Ariel Schalit, dpa

Shmulik Peleg, Großvater von Eitan, trifft im Gericht ein. Im mutmaßlichen Entführungsfall des einzigen Überlebenden des Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore geht der Streit um den Aufenthaltsort des kleinen Jungen weiter.

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Wo soll der kleine Eitan, der einzige Überlebenden des Seilbahnunglücks vom Lago Maggiore, nach dem Tod der Eltern aufwachsen? Der Streit zweier Familien.
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dpa
11.11.2021 | Stand: 14:43 Uhr

Im mutmaßlichen Entführungsfall des kleinen Eitan geht der Streit um den Aufenthaltsort des Jungen weiter. Das Bezirksgericht in Tel Aviv hat am Donnerstag mit einer entsprechenden Anhörung begonnen, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Die Familie um den Großvater mütterlicherseits hatte zuvor Einspruch gegen die Entscheidung des Familiengerichts eingereicht, dass der Sechsjährige nach Italien zurückgebracht werden solle.

Der Junge, der bei dem Unfall im Mai beide Eltern, den kleinen Bruder und zwei Urgroßeltern verloren hatte, war Mitte September von seinem Großvater mütterlicherseits heimlich und entgegen einer richterlichen Anordnung nach Israel geflogen worden. Der Junge hatte seit dem Unfall bei seiner Tante väterlicherseits - Aya Biran-Nirko - im italienischen Pavia gelebt.

Seilbahnunglück in Italien: Sechsjähriger Eitan überlebt als einziger

Die Staatsanwaltschaft in der norditalienischen Stadt hat nach Medienberichten zwei internationale Haftbefehle gegen den Großvater und einen mutmaßlichen Komplizen erlassen. Zudem sei die Auslieferung der beiden Männer beantragt worden, hieß es am Mittwoch. Die italienische Justiz schickte die Gesuche der Zeitung "Corriere della Sera" zufolge nach Israel, wo der Großvater lebt, und nach Zypern, wo sein 50 Jahre alter Helfer leben soll. (Lesen Sie auch: Millionen-Betrug mit Corona-Hilfen - Polizei nimmt fünf Menschen in Berlin und Hamburg fest)

Die Staatsanwaltschaft in der norditalienischen Stadt wirft den beiden Männern laut der Zeitung vor, es strategisch geplant zu haben, den Jungen zurück nach Israel zu holen. Der Großvater und sein mutmaßlicher Helfer sollen das Kind demnach Mitte September mit einem Auto von Italien in die Schweiz nach Lugano und vom dortigen Flughafen mit einem gecharterten Kleinflugzeug nach Israel gebracht haben.

Italien oder Israel? Streit um den Aufenthaltsort des Jungen landet vor Gericht

Eitan wurde Medienberichten zufolge in Israel geboren, zog aber kurz nach der Geburt mit seinen Eltern nach Italien. Die Tante Biran-Nirko hatte zu dem Verfahren gesagt, Pavia in der Lombardei sei die Heimat des Jungen, der im September in Italien hätte eingeschult werden sollen.

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Die in Israel lebende Familie seiner Mutter hatte laut den Berichten dagegen argumentiert, die Eltern hätten konkret einen Umzug zurück nach Israel geplant. Der Junge solle in Israel aufwachsen.

Aktuell ist Eitan laut einem der Anwälte des Großvaters in Israel und sieht beide Familien. (Lesen Sie auch: Neuer Til-Schweiger-Film: Kaufbeuren für drei Minuten im Rampenlicht)