Fall George Floyd

Fall George Floyd: Chauvins Anwalt fordert Neuauflage des Verfahrens

Der Verteidiger von Derek Chauvin (rechts) hat eine Neuauflage des Verfahrens im Fall George Floyd gefordert.

Der Verteidiger von Derek Chauvin (rechts) hat eine Neuauflage des Verfahrens im Fall George Floyd gefordert.

Bild: picture alliance/dpa/Pool Court TV/AP

Der Verteidiger von Derek Chauvin (rechts) hat eine Neuauflage des Verfahrens im Fall George Floyd gefordert.

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Derek Chauvin ist bereits wegen der Tötung von George Floyd schuldig gesprochen worden. Nun hat die Verteidigung eine Neuauflage des Verfahrens beantragt.
05.05.2021 | Stand: 08:19 Uhr

Nach dem Schuldspruch gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd hat die Verteidigung eine Neuauflage des Verfahrens beantragt. Als Begründung führte Anwalt Eric Nelson rechtliche Fehler und Fehlverhalten von Gericht und Staatsanwaltschaft an. Wegen der Summe der Fehler sei der Prozess gegen Chauvin nicht fair gewesen und habe ihn damit seiner von der Verfassung garantierten Rechte beraubt, schrieb Nelson in dem auf Dienstag datierten Antrag.

Die Verteidigung war während des Prozesses beim zuständigen Richter Peter Cahill mehrfach mit Anträgen auf ein sofortiges Ende des Verfahrens aufgrund angeblicher rechtlicher Fehler gescheitert. Als Begründung für den jüngsten Antrag führte Chauvins Anwalt unter anderem an, dass der Richter eine Verlegung des Prozesses an einen anderen Ort blockiert habe. Zudem habe Cahill es versäumt, eine komplette Abschottung der Geschworenen von der Außenwelt für die ganze Dauer des Verfahrens anzuordnen, hieß es weiter. Nelson warf zudem auch der Staatsanwaltschaft Verfahrensfehler vor.

Für Tod von George Floyd stehen für Derek Chauvin bis zu 40 Jahre Haft im Raum

Die Geschworenen hatten Chauvin Ende April unter anderem des Mordes zweiten Grades schuldig gesprochen. Darauf stehen im US-Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft. Bislang ist die Verkündung des Strafmaßes am Gericht in Minneapolis für den 16. Juni geplant.

Floyds Tod am 25. Mai 2020 bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis hatte in den USA Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst. Videos dokumentieren, wie Polizisten den unbewaffneten Mann zu Boden drückten. Chauvin presste dabei sein Knie gut neun Minuten lang auf Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor der Autopsie zufolge das Bewusstsein und starb.

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