Sachsen-Anhalt

Forscher: Krokodil aus Unstrut hätte relativ gute Überlebenschancen

In Tröbsdorf in Sachsen-Anhalt sucht unter anderem die Polizei nach dem angeblich gesehenen Krokodil im Fluss Unstrut.

In Tröbsdorf in Sachsen-Anhalt sucht unter anderem die Polizei nach dem angeblich gesehenen Krokodil im Fluss Unstrut.

Bild: Sebastian Willnow/dpa

In Tröbsdorf in Sachsen-Anhalt sucht unter anderem die Polizei nach dem angeblich gesehenen Krokodil im Fluss Unstrut.

Bild: Sebastian Willnow/dpa

Das Krokodil, das angeblich im Fluss Unstrut in Sachsen-Anhalt gesehen worden ist, könnte laut einem Forscher gut überleben. Warum das so ist.

In Tröbsdorf in Sachsen-Anhalt sucht unter anderem die Polizei nach dem angeblich gesehenen Krokodil im Fluss Unstrut.
dpa
31.08.2020 | Stand: 16:58 Uhr

Das Krokodil, das angeblich in der Unstrut in Sachsen-Anhalt gesehen wurde, ist laut Polizei weiterhin spurlos verschwunden. Aber: Es hätte aus Expertensicht momentan relativ gute Überlebenschancen - und könnte theoretisch mit der Strömung der Flüsse bis nach Hamburg gelangen. "Wenn es denn tatsächlich ein echtes Krokodil wäre", sagte der promovierte Forscher Oliver Wings von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Krokodil könnte sich von Fischen und Enten ernähren

Krokodile seien wechselwarme Tiere, die sich Temperaturen von über 20 Grad ebenso wie dem einstelligen Bereich anpassen könnten. Nahrung fände es zum Beispiel mit Fischen oder Enten.

Menschen sollen sich unbedingt an Badeverbot in der Unstrut halten

"Krokodile sind, obwohl sie eigentlich scheu dem Menschen gegenüber sind, gefährliche Tiere. Sie wirken langsam, können aber blitzschnell mehrere Meter aus dem Wasser rausspringen", sagte der Wissenschaftler. Deshalb gelte es unbedingt, die Anordnungen einzuhalten, und nicht im Fluss zu baden und keine Haustiere wie Hunde ins Wasser zu lassen. "Denn es muss sich jeder Mensch dem kleinen Risiko bewusst sein, dass es wirklich wahr sein könnte, dass es ein echtes Krokodil ist", warnte der Wissenschaftler.