Vier Bomben vermutet

Göttinger räumen Innenstadt für Bombenentschärfungen

In der Göttinger Altstadt (hier ein Archivfoto) werden vier Bomben vermutet.

In der Göttinger Altstadt (hier ein Archivfoto) werden vier Bomben vermutet.

Bild: picture alliance/dpa | Swen Pförtner

In der Göttinger Altstadt (hier ein Archivfoto) werden vier Bomben vermutet.

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Vier Bomben werden in der Nähe des Göttinger Bahnhofs im Boden vermutet. Für die Entschärfung müssen mehr als 8000 Menschen raus aus ihren Wohnungen.
In der Göttinger Altstadt (hier ein Archivfoto) werden vier Bomben vermutet.
dpa
30.01.2021 | Stand: 06:09 Uhr

8300 betroffene Anwohner, 1800 Einsatzkräfte und ein Ziel: die Bomben unschädlich machen. In Göttingen müssen diesen Samstag gut 8300 Anwohner ihre Wohnungen für Entschärfungen verlassen - und das mitten im Lockdown. Auch die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn wird unterbrochen: Der Bahnhof Göttingen werde gesperrt und Fernzüge würden umgeleitet, teilte das Unternehmen mit.

Wer als betroffener Göttinger während der Entschärfung nicht zu Freunden kann, soll in Hotels und Evakuierungszentren unterkommen, teilte die Stadt mit. Rund 500 Menschen hätten Bedarf an einer Unterkunft angemeldet, sagte ein Sprecher. Bis 6.30 Uhr sollten die Häuser im Umkreis von einem Kilometer um die Godehardstraße am Hauptbahnhof menschenleer sein. Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden für die betroffenen Göttinger während des Einsatzes aufgehoben.

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Vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet die Stadt in einer Baugrube in der Innenstadt. Die Entschärfungen sollen voraussichtlich bis Sonntag dauern.

Göttingen hat bereits eine schmerzliche Erfahrung mit einer Bombenentschärfung gemacht; die Erinnerungen an das Unglück 2010 dürften vielen noch in Erinnerung sein. Am Abend des 1. Juni endete eine Entschärfung in der Innenstadt mit drei Toten.

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Die Evakuierung rund um den Schützenplatz lief noch, als ein Knall die Innenstadt erschütterte. Der Blindgänger war explodiert, drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Niedersachsen starben.

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