Grippe-News aktuell in Deutschland

Grippesaison 2021/2022: "Ich erwarte keine schwere Grippesaison" - Virologe empfiehlt Impfung für bestimmte Personen

Die aktuellen News zu Influenza und Grippewelle 2021/2022: Abstand halten - kein Händeschütteln. Die Corona-Hygienemaßnahmen können auch die Grippe eindämmen.

Die aktuellen News zu Influenza und Grippewelle 2021/2022: Abstand halten - kein Händeschütteln. Die Corona-Hygienemaßnahmen können auch die Grippe eindämmen.

Bild: Helmut Fohringer, dpa (Symbolfoto)

Die aktuellen News zu Influenza und Grippewelle 2021/2022: Abstand halten - kein Händeschütteln. Die Corona-Hygienemaßnahmen können auch die Grippe eindämmen.

Bild: Helmut Fohringer, dpa (Symbolfoto)

Fällt die Grippesaison aus? Virologe Oliver Keppler empfiehlt die Grippeimpfung dennoch - für bestimmte Menschen. News zur Influenza und Grippewelle 2021/2022.
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Von Allgäuer Zeitung
17.10.2021 | Stand: 08:46 Uhr

  • Wie stark die Grippewelle 2021/2022 werden wird, ist weiter unklar.
  • Auch im Herbst 2021 gibt es eine Grippeschutzimpfung. Die ersten Impfstoffe werden bereits ausgeliefert.
  • Älteren Menschen wird eine sogenannte Hochdosis-Schutzimpfung empfohlen.
  • Hier alle News zur aktuellen Grippewelle in Deutschland.

Wie ist die Grippe-Lage aktuell in Deutschland? Hier im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung über die Nachrichten zu RKI, Influenza und Grippewelle 2021/2022.

17. Oktober: Fällt die Grippewelle 2021/2022 aus?

Entgegen mancher Befürchtungen steht Deutschland nach Einschätzung des Virologen Oliver Keppler (LMU) keine große Grippewelle bevor. "Ich erwarte keine schwere Grippesaison", sagte Keppler. Die Corona-Zahlen werden aber steigen, prognostiziert er. Die Grippeimpfung empfiehlt er besonders bestimmten Personengruppen.

10. Oktober: Holetschek und Ärzte rufen zu Grippeimpfung auf

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Bayerns Ärzte rufen die Bürger zur Grippeimpfung auf. "Neben dem Kampf gegen das Coronavirus dürfen wir die klassische Grippe nicht unterschätzen", sagte Holetschek am Sonntag. "Die Erkältungssaison beginnt jetzt."

Gegen Grippe impfen lassen sollten sich vor allem Menschen ab 60, werdende Mütter ab dem zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft, Menschen mit Grunderkrankungen sowie medizinisches Personal, sagte Holetschek. Nach Angaben der Ständigen Impfkommission könne gleichzeitig gegen Grippe und Corona geimpft werden. "Das ist eine gute Gelegenheit für alle, die noch nicht gegen Covid-19 immunisiert sind, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen", warb Holetschek.

Die Landesärztekammer fürchtet eine kombinierte Infektionswelle von Covid-19 und Erkältungskrankheiten. Wenn sich Covid-19, Virusgrippe und sonstige Erkältungskrankheiten massenhaft gemeinsam einstellten, könne es zur Überlastung von Praxen, Krankenhäusern und auch Intensivstationen kommen, warnte Ärztekammerpräsident Gerald Quitterer.

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RKI und Regierung warnen

Treffen Grippe- und Corona-Welle demnächst zusammen?

Im Herbst und Winter 2020 war eine Grippewelle ausgeblieben. Es gab nur 78 Fälle, mutmaßlich auch wegen der Corona-Beschränkungen. 2019/2020 waren dagegen noch 55.231 Grippeinfektionen gemeldet worden. "Die Grippe kann dieses Jahr wieder zurückkehren", mahnte Gesundheitsminister Holetschek. Fachleute fürchten, dass es in diesem Herbst wieder eine größere Grippewelle geben könnte.

6. Oktober: Was ist der Unterschied zwischen Erkältung, Grippe und Covid-19?

Was sind Corona-Symptome, was sind Grippe-Symptome - und gibt es Unterschiede, um die Krankheiten voneinander unterscheiden zu können? Hier der Überblick.

6. Oktober: Experten befürchten Grippewelle und Anstieg der Corona-Infektionen im Herbst

Das RKI hatte in seinem jüngsten Wochenbericht eine Zunahme bei den Corona-Zahlen vorhergesagt. Als Gründe nannte das RKI, dass es noch immer eine große Zahl ungeimpfter Menschen gebe und Kontakte in Innenräumen im Herbst zunähmen. Zudem fürchten Ärzte eine Grippewelle. Derzeit gibt es bereits eine Häufung an Atemwegsinfekten bei Minderjährigen. Ärzte berichten davon, dass nun Infekte nachgeholt würden, die es wegen des teilweisen Lockdowns im vergangenen Winter und Frühjahr nicht gegeben habe. Mehr zu den Sorgen der Ärtze lesen Sie hier.

1. Oktober: Stiko hat parallele Corona-und Grippeimpfung empfohlen

Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (Stiko) nun an einem Termin erfolgen. Geraten wird dabei zu einem Zeitpunkt ab Oktober. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die Stiko am Freitag mit.

Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren oder Bestandteile der Viren. Bei den in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts meist um Totimpfstoffe. Zuvor hatten sich bereits der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens und der Hausärzteverband für gleichzeitiges Impfen ausgesprochen.

Zwischen Covid-19-Impfungen und auch allen anderen Totimpfstoffen muss damit nicht mehr zwingend ein Impfabstand eingehalten werden. Voraussetzung sei, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Covid-19 als auch andere Erkrankungen bestehe, hieß es. Parallel-Impfungen sollten aber nicht in denselben Oberarm erfolgen, sondern verteilt auf unterschiedliche Gliedmaßen.

Impfreaktionen könnten bei gleichzeitigen Impfungen häufiger auftreten als bei der getrennten Gabe, hieß es. Umfangreiche Erfahrungen mit Nicht-Covid-19-Impfstoffen zeigten bisher aber, dass die Immunantwort und Nebenwirkungen generell denen einer Solo-Gabe ähnelten.

Für Deutschland gibt es laut Stiko noch keine veröffentlichten Ergebnisse zur simultanen Anwendung von zugelassenen Corona-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen. Unveröffentlichte Daten aus Großbritannien zeigten jedoch nur eine leicht erhöhte Körperreaktion bei gleichzeitiger Anwendung von Covid-19- und Influenza-Impfstoffen.

19. September 2021: Gleichzeitige Influenza- und Corona-Impfung in Sicht

Vor der Grippewelle 2021/2022 werden sich Menschen voraussichtlich gleichzeitig gegen Corona und Influenza impfen lassen können. Eine solche Doppel-Impfung sei unbedenklich, meinte Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (StiKo). Eine entsprechende Empfehlung dazu werden es wohl noch im September geben, so das RKI.

Auch der deutsche Hausärzteverband steht einer solchen Zweifach-Impfung bei einem Arzttermin positiiv gegenüber. Das erleichtere die Organisation. Außerdem bestünde anderenfalls die Gefahr, dass viele Menschen nur die eine der beiden Impfungen wahrnehmen, so der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt.

16. September 2021: Hausärzte und Stiko fordern zur Grippe-Impfung auf

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat zur GRippe-Schutzimpfung für die Saison 2021/2022 aufgerufen. "Das Wichtigste für den zweiten Corona-Herbst wird sein, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und das nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen die Grippe", sagte er. Die Influenza-Impfung dürfe keineswegs vergessen werden, auch sie trage entscheidend zum Schutz der Bevölkerung wie auch zur Entlastung des Gesundheitswesens bei. "Es muss daher alles daran gesetzt werden, dass auch hier den Praxen logistisch wie organisatorisch keine Steine in den Weg gelegt werden", sagte Weigeldt.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, für Schwangere, Vorerkrankte und für medizinisches Personal. Für gesunde Unter-60-Jährige und Kinder gibt es keine explizite Empfehlung - die Stiko rät aber auch nicht davon ab.

8. September 2021: Ärztekammer kritisiert Grippeimpfungen in Apotheken

In einem Modellprojekt in drei baden-württembergische Regionen können auch Apotheken gegen die Grippe impfen. Das hatten Landesapothekerver­band Baden-Württemberg (LAV) und AOK Baden-Württemberg vereinbart. Damit können rund 360 Apotheken an diesem Projekt teilnehmen und AOK-Versicherte impfen.

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), hat keine Bedenken bei einer Parallel-Impfung gegen Influenza und Covid-19.
Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), hat keine Bedenken bei einer Parallel-Impfung gegen Influenza und Covid-19.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Auf Kritik stößt das Modellprojekt bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg. „Eine Impfung ist mehr als nur ein Pieks“, sagte Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Es sei besser Influenza-Impfungen in der Hand der Ärzte zu belassen. Schließlich könnten zum Beispiel chro­nische oder akute Erkrankungen im Einzelfall eine Kontraindikation für eine Impfung darstellen. „Dies zu überblicken und zu beherrschen gehört ebenfalls in die Hand des Arztes“, so der Kammerprä­sident.

29. August 2021: Saarländisches Gesundheitsministerium ruft zu Grippe-Impfung auf

Das saarländische Gesundheitsministerium hat die Menschen dazu aufgerufen, sich dieses Jahr gegen die Grippe impfen zu lassen. „Auch, wenn die bestehenden Hygienemaßnahmen dazu beitragen, dass die Anzahl der Grippeinfektionen in der vergangenen Saison deutlich eingedämmt werden konnte, darf eine Infektion nicht pauschal unterschätzt werden“, sagte Ministerin Monika Bachmann. „Nutzen Sie deswegen die Möglichkeit der Grippeschutzimpfung." Die Impfung sei gut verträglich und biete gegen die Grippe einen wirksamen Schutz.“

20. August 2021: Hersteller liefert die ersten Influenza-Impfstoffe für die Saison 2021/22 aus

In Deutschand werden die ersten Grippeimpfstoffe zu den bundesweiten Apotheken und Großhändlern ausgeliefert. Das berichtet die Apothekerzeitung. Dabei handelt es sich um einen Spezialgrippeimpfstoff für ältere Menschen ab 65 Jahren, der erstmals in Deutschland geimpft wird. Das gleiche Unternehmen liefert jetzt auch einen Grippe-Impfstoff aus, der auf Säugetierzellkulturen basiert. Durch die Vermeidung von Hühnereiern als Wirt solle die Eiadaption der Influenzaviren verhindert werden, so die Zeitung weiter.

12. August 2021: Impfexperte warnt: Grippe-Viren könnten aggressiver geworden sein

Professor Klaus Wahle, Sprecher des Projekts Grippeschutz, schließt nicht aus, dass die Grippe-Viren aggressiver geworden sind. "Dadurch, dass immer mehr Menschen geimpft sind und durch die sogenannten AHA-Regeln, sehen sich die Erreger veranlasst, sich durch Mutationen besser an die schwieriger gewordenen Verbreitungsmöglichkeiten anzupassen. Das trifft sicherlich auch auf das Influenza-Virus zu", sagte er in einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel.

Auch die Influenza-Schutzimpfung könnte in der Saison 2021/2022 möglicherweise nicht ganz so gut wirken, so der Impfexperte weiter. "Das liegt daran, dass auch in Südostasien, wo die WHO das Influenza-Geschehen ein halbes Jahr vorher beobachtet, aufgrund des noch strikteren Corona-Hygieneverhaltens, keine Grippewelle stattgefunden hat. Deshalb war es in diesem Frühjahr besonders schwierig, die dort zirkulierenden Influenza-Viren sicher zu identifizieren und in die Produktion für die nördliche Hemisphäre zu geben", so Wahle in dem Interview weiter.

4. August 2021: Grippe und Erkältung: Vermehrt Infekte bei Kindern erwartet

Mit der geplanten Rückkehr zur Präsenz an Schulen in diesem Herbst und Winter rechnen Fachleute damit, dass Kinder und Jugendliche Infekte nachholen. Zum befürchteten Corona-Anstieg gerade in diesen oft ungeimpften Gruppen dürften demnach einige Erkältungen und Grippe hinzukommen. "Da man bei Husten und Fieber erst einmal an Corona denken muss, sich sicherheitshalber in Quarantäne begeben und das Testergebnis abwarten muss, dürfte das ein erheblicher Störfaktor für den Schulbetrieb werden", erwartet der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Nach dem Ende von Lockdowns in mehreren Staaten, darunter in Teilen der USA und in Israel, ist bereits über vermehrte Erkrankungen durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RS-Virus) berichtet worden. Der Erkältungserreger geht normalerweise hauptsächlich in den Wintermonaten um, breitete sich nun aber in der wärmeren Jahreszeit aus. "Kinder gehen wieder zur Schule, sehen Freunde und haben wieder ein normales Leben, und diese Viren rächen sich", zitierte die Zeitung "Jerusalem Post" im Juni einen Mediziner.

30. Juli 2021: England plant größtes Grippe-Impfprogramm seiner Geschichte

England plant in diesem Herbst das größte Grippe-Impfprogramm seiner Geschichte. Das kündigte Gesundheitsminister Sajid Javid an. Alle Menschen ab 50, Risikogruppen wie medizinisches Personal, Schwangere und chronisch Kranke, aber auch alle Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 16 Jahren sollen die Schutzimpfung gegen Influenza angeboten bekommen, berichtet die Ärztezeitung.

Mit dem großen Impfprogramm solle der doppelten Bedrohung von Corona und Influenza im Winter Rechnung getragen werden. Einer Studie von Public Health England aus der ersten Coronawelle zufolge sei die COVID-19-Sterblichkeit bei Co-Infektion mit Influenzaviren nämlich mehr als verdoppelt.

23. Juli 2021: Klinik-Chefin zur Grippewelle: "Influenza war nie wirklich weg"

"Influenza war nie wirklich weg und das Virus ist nach wie vor ernst zu nehmen." Das betonte Anja Kwetkat, Direktorin der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena, jetzt in einem Interview. Wenn sich das öffentliche Leben in den kommenden Monaten weiter normalisiert, würden auch wieder verstärkt Influenzaviren übertragen, sagte sie dem Tagesspiegel. Im Herbst/Winter 2021/2022 werde Grippe deshalb wieder eine Rolle spielen. "Dem gilt es entgegenzutreten, auch um die vulnerablen älteren Menschen weiter zu schützen. Die Grippeschutzimpfung ist der effizienteste Weg dafür", so Kwetkat.

17. Juli 2021: Großbritannien kündigt größte Grippeimpfung seiner Geschichte an

Mit der weitreichendsten Grippeschutzimpfung seiner Geschichte will Großbritannien einen möglichen Corona-Rückschlag durch die Virensaison im Herbst verhindern. Mehr als 35 Millionen Menschen stehe von September an eine kostenlose Grippeschutzimpfung zur Verfügung, kündigte das Gesundheitsministerium in London am Samstag an. "Wenn sich das Land nun dem normalen Leben nähert, müssen wir lernen, neben anderen Viren auch mit Corona zu leben", sagte Ressortchef Sajid Javid. "Deshalb bieten wir Millionen weiteren Menschen die kostenlose Grippeimpfung an, um sie diesen Winter zu schützen."

Erstmals bieten die Behörden allen Kindern und Jugendlichen auf weiterführenden Schulen eine Grippeschutzimpfung an. Außerdem können unter anderem auch alle Kinder im Alter von zwei und drei Jahren, alle Grundschüler, Schwangere und alle über 50-Jährigen eine Dosis erhalten. Das Ministerium betonte, Ziel sei, den Erfolg des vergangenen Jahres zu übertreffen. Damals waren gut 80 Prozent der über 65-Jährigen in England gegen Grippe geimpft worden. Das liege über dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 75 Prozent.

Sajid Javid, Gesundheitsminister von Großbritannien, kündigte ein risieges Grippe-Impfprogramm für den Herbst an.
Sajid Javid, Gesundheitsminister von Großbritannien, kündigte ein risieges Grippe-Impfprogramm für den Herbst an.
Bild: dpa

16. Juli 2021: Impfkommission empfiehlt Älteren 2021 Grippeschutzimpfung mit Hochdosis-Wirkstoff

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt älteren Menschen dieses Jahr eine Grippeschutz-Impfung mit einem Hochdosis-Impfstoff. Darauf weist das RKI hin. Ältere Menschen hätten oft eine reduzierte Immunantwort, so dass die saisonale Influenzaimpfung weniger wirksam sein könne als bei jüngeren Erwachsenen. Deshalb wurden für diese Gruppe spezielle Hochdosis-Impfstoffe entwickelt.

Der Nachteil: Bei Hochdosis-Impfstoffen könnten vor allem die lokale Nebenwirkungen an der Injektionsstelle wie Schmerz, Rötung, oder Schwellung in erhöhtem Maße auftreten.

Die Kosten des neuen Hochdosis-Impfstoffs werden von den Krankenkassen erstattet.

9. Juli 2021: Virologe Streek: "Werden wieder deutlich mehr Influenza-Fälle sehen"

Der Virologe Hendrik Streeck geht davon aus, dass die Zahl der Grippe-Fälle in naher Zukunft wieder deutlich ansteigen wird. "Wir haben im vergangenen Jahr keine saisonale Influenza gehabt. Sie ist ausgeblieben, was sehr gut war. Aber in diesem, vielleicht auch erst im nächsten Herbst, werden wir wieder deutlich mehr Influenza-Fälle sehen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung der Universität Bonn dem Nachrichtensender n-tv. Durch die Kontaktbeschränkungen wegen Corona seien viele Infektionskrankheiten "heruntergedrückt" worden, so eine Situation habe es noch nie gegeben. Viele Kinderärzte rechneten damit, dass die einfachen Infektionskrankheiten in den nächsten Wochen und Monaten, wenn die Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden, wieder ansteigen und die Kinder eher auch wieder krank werden, so Streek weiter.

7. Juli 2021: Gesundheitsministerium beschafft zusätzliche Grippe-Impfstoffe für die Saison 2021/2022

Damit in der Influenza-Saison 2021/2022 ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, hat das Bundesgesundheitsministerium zusätzlich 6,85 Millionen Dosen Impfstoff beschafft. Damit stehen wie schon in der abgelaufenen Saison über 26 Millionen Dosen Influenza-Impfstoff zur Verfügung, teilte das Ministerium mit. Für die Regelversorgung stehen nach Auskunft des Paul-Ehrlich-Instituts bereits 19 Millionen Dosen zur Verfügung.

Die zusätzlichen Impfstoffdosen werden im Herbst über den Großhandel an die Apotheken und von dort an die Arztpraxen abgegeben.

18. Juni 2021: Grippewelle fiel laut RKI aus - nur 585 Fälle seit Herbst

Eine echte Grippewelle hat es in der abgelaufenen Saison nicht gegeben - sie fiel aus.

  • Seit Herbst vergangenen Jahres wurden dem RKI insgesamt 585 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle übermittelt.
  • 244 Menschen mussten in Kliniken behandelt werden.
  • 17 Menschen mit Grippe starben, so das Institut in seinem aktuellen Monatsbericht zur Influenza (pdf als Download).

Zum Vergleich: Im Vorjahr um diese Zeit waren bereits 187.500 labordiagnostisch bestätigte Influenzavirusinfektionen an das RKI übermittelt worden.

"Die Zirkulation von Influenzaviren stagniert in der Saison 2020/21 auf einem extrem niedrigen Niveau", lautet das Fazit des RKI zur abgelaufenen Grippesaison (hier unser Newsblog zur abgelaufenen Grippesaison). Ein Grund dafür seien mit hoher Wahrscheinlichkeit die bundesweiten, kontaktreduzierenden Maßnahmen im Rahmen der Corona-Bekämpfung gewesen.