46 Bergleute und sechs Retter verlieren ihr Leben

Grubenunglück in Russland: Behörden bestätigen Zahl der Toten

Ein Lastwagen des russischen Katastrophenschutzministeriums steht in der Listwjaschnaja-Mine (rechts) in der Nähe von Belowo in der Region Kemerowo im Südwesten Sibiriens, Russland. Eine verheerende Explosion in dem sibirischen Kohlebergwerk am Donnerstag hat Dutzende von Bergleuten und Rettungskräften etwa 250 Meter unter der Erde in den Tod gerissen, wie russische Beamte mitteilten.

Ein Lastwagen des russischen Katastrophenschutzministeriums steht in der Listwjaschnaja-Mine (rechts) in der Nähe von Belowo in der Region Kemerowo im Südwesten Sibiriens, Russland. Eine verheerende Explosion in dem sibirischen Kohlebergwerk am Donnerstag hat Dutzende von Bergleuten und Rettungskräften etwa 250 Meter unter der Erde in den Tod gerissen, wie russische Beamte mitteilten.

Bild: Sergei Gavrilenko/AP, dpa

Ein Lastwagen des russischen Katastrophenschutzministeriums steht in der Listwjaschnaja-Mine (rechts) in der Nähe von Belowo in der Region Kemerowo im Südwesten Sibiriens, Russland. Eine verheerende Explosion in dem sibirischen Kohlebergwerk am Donnerstag hat Dutzende von Bergleuten und Rettungskräften etwa 250 Meter unter der Erde in den Tod gerissen, wie russische Beamte mitteilten.

Bild: Sergei Gavrilenko/AP, dpa

Nach einem Unglück in einem Bergwerk in Russland sind 46 Bergleute und sechs Retter gestorben. Einige Arbeiter werden noch im Krankenhaus behandelt.
26.11.2021 | Stand: 07:31 Uhr

Nach dem Unglück in einem Bergwerk in Russland haben die Behörden die Zahl der Toten bestätigt. Es seien 46 Bergleute und sechs Retter ums Leben gekommen, teilte der Gouverneur des Gebiets Kemerowo, Sergej Ziwiljow, am Freitag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Demnach werden 38 Grubenarbeiter und elf Rettungskräfte in Krankenhäusern behandelt - die meisten von ihnen, weil sie giftige Gase eingeatmet haben.

In dem Bergwerk im Westen Sibiriens hatte sich am Donnerstagmorgen aus zunächst unbekannter Ursache eine Explosion ereignet. Kurz darauf sprachen die Behörden zunächst von elf Todesopfern. Unter Tage hielten sich noch 35 Arbeiter auf. Sie wurden für tot erklärt. Im Laufe des Tages brach der Kontakt zu einem Suchteam ab.

Bergwerk liegt 3000 Kilometer östlich von Moskau

Laut Zivilschutzministerium wurden 239 Arbeiter aus dem Schacht "Listwjaschnaja" im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) gerettet. Das Bergwerk liegt rund 3000 Kilometer östlich der Hauptstadt Moskau.

Als wahrscheinliche Ursache gelte die Explosion von Methangas, sagte der Gouverneur. "Die genaue Ursache wird von einer Kommission ermittelt." Der Bergwerksleiter und zwei weitere leitende Mitarbeiter wurden nach Angaben des Ermittlungskomitees festgenommen.

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Die Sucharbeiten unter Tage sollen dem Gouverneur erst dann fortgesetzt werden, wenn eine Explosionsgefahr unter Tage gebannt ist. Es solle in den nächsten drei Tagen ein zusätzlicher Schacht gebohrt werden, um mögliche Brände zu beseitigen.

Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften in russischen Bergwerken

Die Arbeit im Kohlebergbau in Russland gilt als lebensgefährlich. Wegen Verstößen gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es dort immer wieder zu schweren Unglücken. Oft explodiert etwa Methangas. Das leicht entzündliche Grubengas wird durch die Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Strecken unter Tage an.