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Hepatitis-E in in Leberwurst entdeckt - Virus in 7 von 10 Sorten

Das Verbrauchermagazin "SUPER.MARKT" hat in verschiedenen Geschäften Leberwurst auf Hepatitis-Erreger untersuchen lassen. Das Ergebnis erschreckte die Tester (Symbolbild).

Das Verbrauchermagazin "SUPER.MARKT" hat in verschiedenen Geschäften Leberwurst auf Hepatitis-Erreger untersuchen lassen. Das Ergebnis erschreckte die Tester (Symbolbild).

Bild: Oliver Berg

Das Verbrauchermagazin "SUPER.MARKT" hat in verschiedenen Geschäften Leberwurst auf Hepatitis-Erreger untersuchen lassen. Das Ergebnis erschreckte die Tester (Symbolbild).

Bild: Oliver Berg

Hepatitis-E in in Leberwurst: Das Verbrauchermagazin "SUPER.MARKT" hat in sieben von zehn Wurstsorten das Virus festgestellt. Woher es kommt.
31.08.2021 | Stand: 06:13 Uhr

Das rbb-Verbrauchermagazin "SUPER.MARKT" hat in einer Stichprobe zehn Leberwurst-Sorten aus Supermärkten, Discountern und Bioläden im Labor auf das Hepatitis E-Virus untersuchen lassen. Ergebnis: In sieben von zehn Proben wurde das Virus nachgewiesen, so die TEster. Das heißt, 70 Prozent der Stichprobe aus handelsüblichen Leberwürsten waren mit dem Erreger belastet.

Dr. Britta Schautz, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Berlin, äußert sich gegenüber SUPER.MARKT entsetzt: "Wir wissen zwar, dass die Belastung in den letzten Jahren zugenommen hat, aber dass so viele Proben wirklich Viren aufweisen, das ist schon erschreckend."

Das Hepatitis E-Virus wird dem Bericht zufolge vor allem durch kontaminiertes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel übertragen. Es kann zu schweren Leberentzündungen beim Menschen führen.

Hepatitis-Erreger in Leberwurst festgestellt

Seit Jahren steigen die Fallzahlen der Hepatitis E-Erkrankungen in Deutschland an. Deshalb haben das Robert-Koch-Institut, die Universität Tübingen und das Bundesinstitut für Risikobewertung 2020 nach den Ursachen dafür geforscht. Prof. Dr. Reimar Johne vom Bundesinstitut für Risikobewertung sagte dem Magazin: "Hintergrund ist, dass wir wissen, dass dieses Virus vor allem in Hausschweinen und in Wildschweinen sehr weit verbreitet ist, und dass man sich über den Verzehr von Lebensmitteln von diesen infizierten Tieren auch infizieren kann."

Die Hersteller berufen sich vor allem auf die sichere Herstellung der Leberwurst durch Erhitzen. Deshalb seien die Viren zwar noch nachweisbar, es gehe aber keine Gefahr von ihnen aus. Ein Restrisiko sei jedoch nicht auszuschließen, warnt Britta Schautz und kritisiert, dass gefährliche Erreger, ob tot oder lebendig, überhaupt nicht ins Essen gehören: "Viren haben in Lebensmitteln überhaupt nichts zu suchen. Sie kommen da auch in der Regel nicht vor. Und genau das müssen die Hersteller ausschließen, indem sie ihre Rohprodukte gut kontrollieren und natürlich auch im Endprodukt sicherstellen, dass keine Viren vorhanden sind, die den Verbraucher schädigen könnten."

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