Hochwasser in Deutschland

Schneeschmelzen und Dauerregen lässt Wasser-Pegel vielerorts anschwellen

Vielerorts in Deutschland steigen die Flusspegel an. Etwa die Donau überschwemmte die Straße zwischen Mühlheim und Stetten (Baden-Württemberg).

Vielerorts in Deutschland steigen die Flusspegel an. Etwa die Donau überschwemmte die Straße zwischen Mühlheim und Stetten (Baden-Württemberg).

Bild: Felix Kästle, dpa

Vielerorts in Deutschland steigen die Flusspegel an. Etwa die Donau überschwemmte die Straße zwischen Mühlheim und Stetten (Baden-Württemberg).

Bild: Felix Kästle, dpa

Die Hochwasser-Lage bleibt vielerorts in Deutschland angespannt. In Hessen stiegen die Pegel wie auch in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
dpa
04.02.2021 | Stand: 17:46 Uhr

Die Hessen müssen sich weiterhin auf Hochwasser und überlaufende Flüsse einstellen. Vor allem rund um Fulda waren die Pegelstände am Donnerstagmorgen hoch, wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie auf seiner Homepage schrieb. An mehreren Messstationen wurde die Meldestufe zwei überschritten, die für ein mittelschweres Hochwasser steht. An der Station in Bronnzell (Fulda) stieg der Pegelstand sogar über die dritte Meldestufe, dort herrscht laut Landesamt also "außergewöhnliches Hochwasser".

Auch an der Nidder erreichte der Pegelstand am Donnerstagmorgen stellenweise die Meldestufe zwei. Am hessischen Rheinabschnitt stand das Wasser ebenfalls über dieser Stufe. Hier rechneten die Experten mit anhaltend hohen Wasserständen auch in den kommenden Tagen durch weitere Regenfälle und Schmelzwasser.

Lage in NRW weiterhin angespannt

Die Hochwasserlage in Nordrhein-Westfalen ist auch am Donnerstagmorgen angespannt geblieben. In Düsseldorf, Duisburg, Wesel und Rees stieg der Pegel des Rheins im Vergleich zu Mittwochmorgen weiter leicht an, wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung auf ihrer Homepage schrieb.

Die Schifffahrt am Rhein in Köln muss wegen des Hochwassers vorerst eingestellt werden. Der Wasserstand des Flusses an der Stadt hat am Donnerstag die Hochwassermarke II erreicht. Das bestätigte die Wasserschutzpolizei in Köln. Mit Erreichen eines Wasserstandes von 8,30 Metern muss die Schifffahrt komplett eingestellt werden. Am Nachmittag zeigte der Kölner Pegelstand 8,31 Meter. Bei Pegel.online, dem Portal der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, wurden 8,32 Meter angezeigt. Das Hochwasser in der Domstadt war den Tag über angestiegen und soll vermutlich am Freitag den Höchststand erreichen. Bereits seit Tagen galt in Köln die Hochwassermarke I, bei der Schiffe mit geringem Tempo nur in der Flussmitten fahren dürfen.

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Trotzdem ist laut Landesamt für Umwelt am Donnerstag und Freitag mit steigendem Wasser zu rechnen. Durch Schmelzwasser und Regenfälle war der Wasserstand in den vergangenen Tagen in Köln deutlich angestiegen.

Pegelstände auch in Rheinland-Pfalz hoch

Die Pegelstände am Oberrhein in Rheinland-Pfalz verharren zunächst auf hohem Niveau, wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz mitteilte. Bei Mainz erreichte der Oberrhein am Donnerstagmorgen einen Pegel von 6,15 Meter - Tendenz steigend. Erst gegen Ende der Woche soll sich die Lage entspannen. Auch am Mittelrhein stiegen die Wasserstände am Donnerstagmorgen weiter an, in Koblenz meldete das Hochwassermeldezentrum einen Pegel von 6,91 Metern. Für die Mosel sahen Experten am Mittwoch weiterhin steigende Pegelstände in Trier. "Wir gehen aktuell davon aus, dass der Höchststand am Donnerstag mit Werten zwischen 8,30 Metern und 8,90 Metern erreicht sein wird", sagte ein Sprecher.