Wirbelstürme

Hurrikan zieht auf US-Küste zu - Tropensturm in der Karibik

Der Sturm traf bereits die Karibik - hier eine Szene aus Haiti -, nun soll er in Richtung USA weiterziehen.

Der Sturm traf bereits die Karibik - hier eine Szene aus Haiti -, nun soll er in Richtung USA weiterziehen.

Bild: picture alliance/Dieu Nalio Chery/AP/dpa

Der Sturm traf bereits die Karibik - hier eine Szene aus Haiti -, nun soll er in Richtung USA weiterziehen.

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Am Wochenende zogen zwei starke Stürme durch die Karibik. Sowohl Hurrikan "Marco" als auch Tropensturm "Laura" bewegen sich auf die Südküste der USA zu.

Der Sturm traf bereits die Karibik - hier eine Szene aus Haiti -, nun soll er in Richtung USA weiterziehen.
dpa
23.08.2020 | Stand: 22:10 Uhr

Der tropische Wirbelsturm "Marco" hat auf seinem Weg in Richtung der südlichen US-Küste über dem Golf von Mexiko die Stärke eines Hurrikans erreicht. Das Sturmsystem bringe Winde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern und noch stärkere Böen mit sich, erklärte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) am Sonntag. Das entspricht einem Hurrikan der niedrigsten Stufe eins. In der Karibik sorgte unterdessen Tropensturm "Laura" für Überschwemmungen.

Sturm wird am Montagabend auf die US-Küste treffen

Der Sturm zog mit einer Geschwindigkeit von gut 20 Stundenkilometern auf die US-Küste im Bundesstaat Louisiana zu, wo er am Montagabend (Ortszeit) auf Land treffen sollte. In den betroffenen Gebieten ist mit "lebensgefährlichen" Sturmfluten, Überschwemmungen und extrem gefährlichen Windböen zu rechnen, wie das Wetteramt warnte. Betroffen könnte auch das Gebiet um die Großstadt New Orleans sein, die vor 15 Jahren schwer vom starken Hurrikan "Katrina" getroffen worden war. Die Sturmflutwarnung des NHC galt für ganz Louisiana und die östlich angrenzenden Bundesstaaten Mississippi und Alabama.

US-Präsident Donald Trump genehmigte für Louisiana eine Notstandserklärung, die es dem Bundesstaat unter anderem erleichtert, Hilfe von der Katastrophenschutzbehörde Fema zu bekommen. Gouverneur Jon Bel Edwards rief die Bevölkerung auf, bis zum Sonntagabend (Ortszeit) alle nötigen Vorbereitungen zu treffen, um die Stürme in den kommenden 72 Stunden sicher durchzustehen.

Tropensturm "Marco" traf Mexico bereits am Wochenende

"Marco" soll sich am Dienstag über Land "rasch" wieder abschwächen und in westlicher Richtung nach Texas weiterziehen, wie das Wetteramt erklärte. In Teilen Mexikos brachte "Marco" als Tropensturm bereits am Wochenende starken Regen und heftigen Wind.

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In der Karibik zog unterdessen der etwas schwächere Tropensturm "Laura" weiter in Richtung des Golfs von Mexiko und der US-Küste. Er zog am Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern über die Dominikanischen Republik und Haiti hinweg und verursachte heftigen Regen und Überschwemmungen. Beide Staaten liegen auf der Insel Hispaniola.

In Haiti starb ein zehnjähriges Mädchen, als ein Baum im südöstlichen Küstenort Anse-"-Pitres auf ein Haus stürzte, wie die Zivilschutzbehörde des Karibikstaates mitteilte. Ein Staudamm am östlichen Péligre-See lief demnach über. Die Bewohner der umliegenden Gebiete wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Stürme treffen karibische Länder hart

In der Dominikanischen Republik stürzten Bäume und Stromleitungen um. Nach einem Bericht der Zeitung "Listin Diario" waren mehr als eine Million Menschen ohne Strom. Fernsehbilder zeigten Rettungskräfte beim Versuch, eine Frau und ihr Kind aus den Trümmern ihres eingestürzten Hauses in der Hauptstadt Santo Domingo zu befreien.

Auch Puerto Rico bekam wegen "Laura" starken Regen ab. Der Sturm sollte Prognosen zufolge nahe an Kuba vorbeiziehen und am Dienstag im Golf von Mexiko ankommen. Die kubanische Regierung forderte die Verwaltungen im Osten des Landes auf, Vorbereitungen für einen Notfall zu treffen. Am Dienstag könnte laut NHC auch "Laura" über dem warmen Wasser des Golfs von Mexiko zu einem Hurrikan werden. Am Mittwoch könnte der Sturm in Louisiana oder Texas auf Land treffen.

Tropische Orkane werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikans genannt. Im Atlantik könnte die Hurrikansaison - von Juni bis November - in diesem Jahr nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA eine der heftigsten überhaupt werden.