Mobbing, Depressionen und schwere Belastung

Immer mehr junge Menschen suchen psychotherapeutische Hilfe

Symbolfoto Thema Depression

Immer mehr Kinder und Jugendliche nehmen therapeutische Hilfe in Anspruch.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Immer mehr Kinder und Jugendliche nehmen therapeutische Hilfe in Anspruch.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Die Zahl der jungen Psychotherapie-Patienten hat sich mehr als verdoppelt. In welchem Alter und aus welchen Gründen die psychischen Probleme auftreten.
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dpa
02.03.2021 | Stand: 16:28 Uhr

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind in psychotherapeutischer Behandlung. Wie die Barmer am Dienstag mitteilte, gingen bei ihr im Corona-Jahr 2020 insgesamt 6,3 Prozent mehr Anträge von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 24 Jahren ein als im Vorjahr - insgesamt 44 000.

Berücksichtigt wurden neben Anträgen auf eine klassische Psychotherapie auch Anträge auf Akutbehandlungen, die auf eine kurzfristige Verbesserung der Symptomatik ausgerichtet sind.

104 Prozent mehr junge Psychotherapie-Patienten

Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich damit fort. Innerhalb von elf Jahren hat sich die Zahl junger Psychotherapie-Patienten bei der Barmer mehr als verdoppelt, wie aus dem aktuellen Arztreport der Krankenkasse hervorgeht. Demnach erhielten im Jahr 2019 rund 823 000 Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Unterstützung - 104 Prozent mehr als noch im Jahr 2009. Während Jungen besonders häufig im Alter um elf Jahre betroffen waren, zeigt sich bei Mädchen ein Altersgipfel um 17 Jahre.

Gründe für psychische Probleme: schwere Belastung, Mobbing und Depressionen

Von den jungen Barmer-Patienten im vergangenen Jahr erhielten rund 20 Prozent erstmals eine klassische Psychotherapie. Meist waren laut Arztreport Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen ausschlaggebend. «Die Ursachen dafür sind vielschichtig und können von Trauererlebnissen bis hin zum Mobbing in der Schule, im Freundeskreis oder im Internet reichen», heißt es in dem Bericht. Die zweithäufigste Ursache 2019 waren Depressionen, gefolgt von emotionalen Störungen im Kindesalter.

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