Super-Gau Fukushima vor fast zehn Jahren

Japan will gefiltertes Kühlwasser aus Atomruine ins Meer ableiten

Personal der Japan Maritime Self-Defence Force spritzt 2011 Wasser von einem Schiff auf einen Schlepper, mit dem ein US-Kahn mit reinem Wasser zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi geschleppt wurde. Fast zehn Jahre später will Japans Regierung gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine ins Meer leiten.

Personal der Japan Maritime Self-Defence Force spritzt 2011 Wasser von einem Schiff auf einen Schlepper, mit dem ein US-Kahn mit reinem Wasser zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi geschleppt wurde. Fast zehn Jahre später will Japans Regierung gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine ins Meer leiten.

Bild: Jmsdf / Handout, dpa (Archivbild)

Personal der Japan Maritime Self-Defence Force spritzt 2011 Wasser von einem Schiff auf einen Schlepper, mit dem ein US-Kahn mit reinem Wasser zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi geschleppt wurde. Fast zehn Jahre später will Japans Regierung gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine ins Meer leiten.

Bild: Jmsdf / Handout, dpa (Archivbild)

Die Regierung Japans plant gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine Fukushima ins Meer abzuleiten. Was der Grund dafür ist.
Personal der Japan Maritime Self-Defence Force spritzt 2011 Wasser von einem Schiff auf einen Schlepper, mit dem ein US-Kahn mit reinem Wasser zum Kernkraftwerk Fukushima Daiichi geschleppt wurde. Fast zehn Jahre später will Japans Regierung gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine ins Meer leiten.
dpa
16.10.2020 | Stand: 08:21 Uhr

Trotz Protesten von Fischern will Japans Regierung gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine Fukushima ins Meer ableiten. Grund ist, dass allmählich kein Platz mehr zur Lagerung des Wassers auf dem Gelände des 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstörten Atomkraftwerks ist.

Wie japanische Medien am Freitag berichteten, könnte nach siebenjähriger Debatte darüber, was mit dem in riesigen Tanks gelagerten Wasser geschehen soll, noch in diesem Monat eine Entscheidung fallen. Doch da für ein Ableiten des Wassers ins Meer Baumaßnahmen nötig seien und zunächst eine Einschätzung der Atomaufsicht erfolgen müsste, könne es etwa zwei Jahre dauern, bevor mit dem Ableiten begonnen werden könne, hieß es in den Berichten.

Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima vor fast zehn Jahren

Fast zehn Jahre sind vergangen, seit an jenem 11. März 2011 ein schweres Erdbeben und ein gewaltiger Tsunami den Nordosten des Inselreiches heimsuchten. Rund 18.500 Menschen starben damals in den Fluten. Zum Sinnbild der Katastrophe aber wurde der Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, auch wenn dadurch niemand direkt ums Leben kam. Wegen der radioaktiven Strahlung von Kernschmelzen in drei der Reaktoren mussten rund 160.000 Anwohner damals fliehen.

Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit dem Unfall in Tschernobyl 1986. Inzwischen gilt die Lage in der Atomruine Fukushima als stabil. Doch werden die enormen Mengen verstrahlten Wassers zunehmend zum Problem.