Königspaar Willem-Alexander und Máxima

Der König steuerte das Flugzeug selbst: Die niederländischen Royals besuchen Deutschland

Hier sitzt der König selbst am Steuer: König Willem-Alexander der Niederlande und Königin Maxima sind auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) angekommen. Laut Aussage des Hofes hat der König die Maschine von Den Haag nach Berlin gesteuert.

Hier sitzt der König selbst am Steuer: König Willem-Alexander der Niederlande und Königin Maxima sind auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) angekommen. Laut Aussage des Hofes hat der König die Maschine von Den Haag nach Berlin gesteuert.

Bild: Kay Nietfeld/dpa

Hier sitzt der König selbst am Steuer: König Willem-Alexander der Niederlande und Königin Maxima sind auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) angekommen. Laut Aussage des Hofes hat der König die Maschine von Den Haag nach Berlin gesteuert.

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König Willem-Alexander aus den Niederlanden hat einen Flugschein - und flog die Maschine, die ihn und Königin Máxima, nach Deutschland brachte, selbst.
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dpa
05.07.2021 | Stand: 16:19 Uhr

Royaler Besuch aus den Niederlanden: König Willem-Alexander und seine Frau, Königin Máxima, sind zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Berlin eingetroffen. Die beiden landeten am Montag auf dem Berliner Flughafen und wollen bis Mittwoch bleiben. Auf dem Programm stehen unter anderem politische Gespräche, etwa mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Während des Flugs saß Willem-Alexander im Cockpit der Regierungsmaschine. Nach Mitteilung des Hofes flog er die Boeing von Den Haag nach Berlin. Der 54-Jährige hat einen Flugschein und ist schon regelmäßig als Copilot auf Linienflügen der KLM mitgeflogen.

Als das Königspaar am Vormittag in Berlin aus dem Jet steigt, regnet es in Strömen. Der Schirm eines bereitstehenden Mitarbeiters klappt im Wind um und muss gebändigt werden. Máxima erscheint im verspielten Sommerkleid mit Hütchen und Handschuhen, Willem-Alexander im Anzug und mit Bart.

Die beiden werden mit Salutschüssen begrüßt und fahren ins Schloss Bellevue. Dort empfängt sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch dessen Frau Elke Büdenbender ist dabei, sie ist derzeit wegen eines Bruchs mit Krücken unterwegs. Auf Fotos wird viel gelächelt. Während der Begrüßung mit militärischen Ehren schreitet Willem-Alexander zackig über den roten Teppich.

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Wenn Royals unterwegs sind, haben sie einen vollen Terminplan. Das niederländische Königspaar will mehrere Einrichtungen der Kultur und Wissenschaft besuchen. Zur Vorbereitung gibt es Pläne, in denen mal drei Minuten hierfür vorgesehen sind, mal acht Minuten dafür. Also rein ins Auto, raus aus dem Auto. Zwischendurch Winken.

Am Montagnachmittag ist Willem-Alexander etwa im Anne Frank Zentrum in Berlin. Das Paar besucht auch das Robert Koch-Institut, das in Deutschland eine wichtige Rolle im Kampf gegen das Coronavirus innehat. Die Pandemie hat auch den Alltag zwischen Deutschland und den Niederlanden verändert. Mal eben über die Grenze fahren fürs Wochenende? Einen Urlaub auf der Nordseeinsel planen?

Bei ihrem Staatsbesuch in Deutschland sieht man die königlichen Gäste immer wieder mit einem Mund-Nasen-Schutz. Für den König ist es der erste offizielle Staatsbesuch in Deutschland seit seiner Amtsübernahme 2013. Er hat zwar schon alle Bundesländer besucht, der offizielle Staatsbesuch in Berlin war aber wegen der Pandemie verschoben worden und wird nun nachgeholt.

Allerdings gilt weiterhin, dass die Menschen Abstand halten sollen. Viele Möglichkeiten, das Paar zu sehen und Fotos zu machen, gibt es eher nicht. Am Nachmittag war aber ein Besuch mit Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Brandenburger Tor geplant. Ein Ort, an dem sich mancher Royal schon ablichten ließ.

König Willem-Alexander ist über seinen Vater, den deutschen Prinz Claus von Amsberg, eng mit Deutschland verbunden und spricht fließend Deutsch. Am Dienstag soll er seinen Staatsbesuch fortsetzen. Dann ist auch ein Treffen mit Kanzlerin Merkel geplant. Für den König ist es auch ein Abschied von Merkel, deren Regierungszeit zu Ende geht.

Von Andreas Rabenstein, Annette Birschel und Gisela Gross