Kommentar

Längst überfällig: Queen wendet sich von Prinz Andrew ab

Der britische Prinz Andrew muss sich nun als Privatmann vor Gericht verantworten.

Der britische Prinz Andrew muss sich nun als Privatmann vor Gericht verantworten.

Bild: Olivier Matthys, AP/dpa

Der britische Prinz Andrew muss sich nun als Privatmann vor Gericht verantworten.

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Lange hat die Queen trotz Missbrauchsvorwürfen zu ihrem Sohn Andrew gehalten. Nun zieht sie Konsequenzen - "endlich", kommentiert Susanne Ebner.
14.01.2022 | Stand: 17:17 Uhr

Nun wurde es also selbst der Queen zu viel. Nachdem sie lange Zeit zu ihrem angeblichen Lieblingssohn gehalten hat, scheint nun auch ihre Geduld erschöpft. Das Königshaus hat sich angesichts des noch in diesem Jahr drohenden Missbrauchsprozesses in den USA von Prinz Andrew abgewandt. und royalen Schirmherrschaften verloren. Sein Titel „Royal Highness“ liegt auf Eis.

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Prinz Andrew: Königshaus reagiert auf den Druck von außen

Mit dieser Entscheidung reagierte das Königshaus jedoch vor allem auf zunehmenden Druck von außen. Denn die Forderungen, die Distanz zwischen dem Prinz Andrew und den Royals zu vergrößern, wurde vonseiten der Briten immer lauter. Schließlich sind sie es, die den 61-Jährigen finanzieren. Zum anderen, und das war wohl der wichtigere Grund, wurde der Queen und der königlichen Familie klar, dass in den Vereinigten Staaten immens sein wird.

Es ist jedoch mehr als fraglich, ob sich dieser jetzt noch abwenden lässt. Denn die Entscheidung durch das Königshaus kam eindeutig zu spät, zu einem Zeitpunkt, als es eigentlich keine andere Möglichkeit mehr gab. Es ist damit ein längst überfälliger, aber kein glaubwürdiger Schritt.