Wunderkind

Laurent Simons ist elf - und nach einem Jahr Studium schon Physiker

Der als «Wunderkind» bekannt gewordene Laurent Simon aus Amsterdam.

Der als «Wunderkind» bekannt gewordene Laurent Simon aus Amsterdam.

Bild: Uli Deck, dpa (Archivbild)

Der als «Wunderkind» bekannt gewordene Laurent Simon aus Amsterdam.

Bild: Uli Deck, dpa (Archivbild)

Abitur mit acht, Uni-Abschluss mit elf, Lieblingsfach Quantenphysik: Der elfjährige Laurent Simons ist ein Wunderkind der besonderen Art. Oder etwa nicht?
06.07.2021 | Stand: 23:17 Uhr

Man kann Laurent Simons ja verstehen. Die Welt ist kompliziert geworden. Ohne grundlegende Kenntnisse in der Quantenphysik– die interessiert ihn besonders – lässt sich ein Lego-Turm heute praktisch nicht mehr hochziehen. Wenn dafür dann ein Bachelor-Abschluss nötig ist, kann der Kindkollege halt erst nach der zeitlichen Veränderung des quantenmechanischen Zustands eines nicht relativistischen Systems zum Versteckenspielen kommen.

Laurent, belgisch-niederländische Wurzeln, Intelligenzquotient 145, war acht, als er sein Abitur ablegte. Da hatte er aber auch schon ein Praktikum bei einem Kardiologen absolviert; die Schule, klar, lastet nicht wirklich aus.

Dann Studium, zunächst Elektrotechnik in Eindhoven. Abbruch kurz vor dem Abschluss. Zu anstrengend? Nicht ganz: Die Eltern, zwei Zahnärzte, bestanden darauf, dass Filius noch vor dem zehnten Geburtstag fertig wird. Damit er auch den Weltrekord bricht. Die Uni konnte das nicht zusichern. Dann lieber gar nicht.

Und wo ist der achtjährige Forschungsaufenthalt in der Antarktis?

Stattdessen Physik in Antwerpen. Für den Bachelor braucht man normalerweise drei Jahre. Laurent benötigte gut ein Jahr. Jetzt ist er elf und – tataaa! – Akademiker. „Mit höchster Auszeichnung“, lässt Vater Alexander wissen. Ja, Papa. „Ein tolles Gefühl“, sagt der Kleine. Bei Wikipedia steht nun: „Laurent Simons (* 26. Dezember 2009) ist ein belgischer Physiker …“

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Aber auch sein Lebenslauf hat Lücken. Er hat schon mal mit seinen zwei Hunden gespielt (wie lange, verrät Wikipedia nicht), der achtjährige Forschungsaufenthalt in der Antarktis fehlt völlig. Höchste Zeit, dass er seinen Master macht. Nach dem Sommer geht’s los. Wieder Antwerpen– gemeinsam mit Universitäten in Israel, Großbritannien und den USA.