Im Lockdown mehr Abfall produziert

Müll: Deutlicher Anstieg der Haushaltsabfälle im Corona-Jahr 2020

Rund 1,6 Millionen Tonnen oder vier Prozent mehr Abfälle als 2019 wurden im Corona-Jahr 2020 in den privaten Haushalten in Deutschland eingesammelt.

Rund 1,6 Millionen Tonnen oder vier Prozent mehr Abfälle als 2019 wurden im Corona-Jahr 2020 in den privaten Haushalten in Deutschland eingesammelt.

Bild: Britta Pedersen, dpa (Archiv)

Rund 1,6 Millionen Tonnen oder vier Prozent mehr Abfälle als 2019 wurden im Corona-Jahr 2020 in den privaten Haushalten in Deutschland eingesammelt.

Bild: Britta Pedersen, dpa (Archiv)

Lag es auch an mehr Online-Bestellungen und Essenslieferungen im Lockdown? Das Abfallaufkommen der privaten Haushalte ist im Corona-Jahr 2020 stark gestiegen.
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dpa
20.12.2021 | Stand: 10:30 Uhr

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts vom Montag wurden bei den Haushalten insgesamt 39,6 Millionen Tonnen Abfälle eingesammelt. Das waren 1,6 Millionen Tonnen oder vier Prozent mehr als 2019, berichtete die Behörde. Das Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsabfällen stieg dabei um 19 Kilogramm von 457 auf 476 Kilogramm.

Steigerungen gab es bei allen Abfallarten, vor allem bei Wertstoffen, zu denen unter anderem Papier, Pappe und Plastikabfälle zählen, sowie bei Bioabfällen. Im Vor-Corona-Jahr 2019 hingegen war das Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsabfällen lediglich um knapp drei Kilogramm gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Abfall: 2020 rund 12,6 Millionen Tonnen Wertstoffe eingesammelt

Am stärksten stiegen 2020 das Pro-Kopf-Aufkommen an Wertstoffen und Bioabfällen um jeweils sechs Kilogramm im Vergleich zum Vorjahr. Für den Hausmüll (Restmüll) lag dieser Zuwachs bei vier Kilogramm und für den Sperrmüll bei drei Kilogramm. Das Pro-Kopf-Aufkommen bei den sonstigen Abfällen veränderte sich im Vergleich zu 2019 nicht.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 12,6 Millionen Tonnen Wertstoffe eingesammelt - knapp eine halbe Million Tonnen mehr als im Jahr 2019. Dies entspricht den Angaben zufolge einem Pro-Kopf-Aufkommen von 152 Kilogramm. Innerhalb der Wertstoffe habe die Menge der eingesammelten Altkleider mit einem Zuwachs von 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 61.000 Tonnen prozentual am stärksten zugenommen, hieß es. Im Jahr 2019 waren 34.000 Tonnen gebrauchter Bekleidung gesammelt worden.