62-Jähriger verunglimpft Bürgermeister in Flyern

Der Mann sprach unter anderem den Bürgermeistern ihre Legitimität ab.

Der Mann sprach unter anderem den Bürgermeistern ihre Legitimität ab.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Der Mann sprach unter anderem den Bürgermeistern ihre Legitimität ab.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Mann, der in Baden-Württemberg Zettel mit Beleidigungen verteilt haben soll. Ein Reichsbürger?
13.10.2021 | Stand: 11:09 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Ravensburg und die Kriminalpolizei Friedrichshafen haben Ermittlungen wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen einen 62-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet. Der Mann steht im Verdacht, im Juli 2021 mehrere Schreiben mit verunglimpfendem Inhalt in der Region verteilt zu haben, berichtet die Ravensburger Polizei.

In dem mehrseitigen Dokument sprach er unter anderem den Bürgermeistern mehrerer Gemeinden im Landkreis Ravensburg deren Legitimität ab und untermauerte dies mit falschen Fakten. Den Politikern unterstellte er zudem die Begehung diverser Straftaten.

Gehört der Mann zur Reichsbürger-Szene?

Auch die Leitungen der Finanzämter Ravensburg, Sigmaringen und Konstanz griff der Tatverdächtige in seinen Schreiben an. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des 62-Jährigen fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial, unter anderem weitere vorbereitete Briefsendungen. Der Tatverdächtige, welcher der Selbstverwalter- und Reichsbürgerszene zuzurechnen sein dürfte, gelangt nun entsprechend zur Anzeige.

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