Schweden

Medien: Mutter soll Sohn fast 30 Jahre lang isoliert haben

In einem verwahrlosten Zustand, wie auf diesem Symbolfoto, soll die Wohnung gewesen sein, in der eine Mutter ihren Sohn in Schweden 30 Jahre lang isolierte.

In einem verwahrlosten Zustand, wie auf diesem Symbolfoto, soll die Wohnung gewesen sein, in der eine Mutter ihren Sohn in Schweden 30 Jahre lang isolierte.

Bild: picture alliance / Paul Zinken/dpa | Paul Zinken (Symbolfoto)

In einem verwahrlosten Zustand, wie auf diesem Symbolfoto, soll die Wohnung gewesen sein, in der eine Mutter ihren Sohn in Schweden 30 Jahre lang isolierte.

Bild: picture alliance / Paul Zinken/dpa | Paul Zinken (Symbolfoto)

In Schweden steht eine 70-jährige Frau unter Verdacht, ihren Sohn jahrzehntelang isoliert zu haben.
In einem verwahrlosten Zustand, wie auf diesem Symbolfoto, soll die Wohnung gewesen sein, in der eine Mutter ihren Sohn in Schweden 30 Jahre lang isolierte.
dpa
01.12.2020 | Stand: 10:37 Uhr

Die Zeitung "Expressen" berichtete am Montagabend, eine Verwandte habe den heute 41-jährigen Mann in der völlig verwahrlosten Wohnung gefunden. Er sei von der Außenwelt abgeschnitten gewesen sein, seit er 12 Jahre alt gewesen sei.

Die Polizei wollte Einzelheiten zu dem Fall nicht kommentieren, bestätigte aber am Dienstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Frau festgenommen worden sei. Gegen sie werde wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung ermittelt. Die Frau bestreite die Vorwürfe.

Verwandte: "Wohnung wie im Horrorfilm"

Die Verwandte sagte gegenüber "Expressen", sie habe lange den Verdacht gehabt, dass die Frau ihren Sohn eingesperrt habe. Als sie gehört habe, dass die 70-Jährige im Krankenhaus sei, sei sie am Sonntagabend zu der Wohnung gegangen: "Es war wie in einem Horrorfilm", sagte sie der Zeitung.

Die Wohnung sei dunkel und völlig zugemüllt gewesen. Der Mann habe in einer Ecke auf dem Boden gesessen. Er habe kaum sprechen können. Er habe trotz seines Alters nur wenige Zähne und Wunden an den Beinen. Sie habe einen Krankenwagen gerufen, die Ärzte im Krankenhaus hätten schließlich die Polizei alarmiert.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass sich der Mann weiterhin im Krankenhaus befinde. Zu der Art der Verletzungen wollte sie sich nicht äußern. (Lesen Sie auch: Er lebte 35 Jahre lang in einem Wald im Allgäu: Der Eremit von Baumgärtle ist tot)