Prozess in Dresden

Missbrauch in der Kita - Prozess gegen Ex-Mitarbeiter gestartet

In Dresden startet der Prozess gegen einen Erzieher, der Mädchen schwer sexuell missbraucht haben soll. Außerdem soll er die Taten gefilmt haben.

In Dresden startet der Prozess gegen einen Erzieher, der Mädchen schwer sexuell missbraucht haben soll. Außerdem soll er die Taten gefilmt haben.

Bild: Arne Dedert, dpa

In Dresden startet der Prozess gegen einen Erzieher, der Mädchen schwer sexuell missbraucht haben soll. Außerdem soll er die Taten gefilmt haben.

Bild: Arne Dedert, dpa

Vor dem Dresdner Landgericht hat am Montag der Prozess gegen einen 28-jährigen Erzieher begonnen. Er soll mehrere Mädchen schwer sexuell missbraucht haben.
##alternative##
dpa
11.10.2021 | Stand: 19:17 Uhr

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zwischen 2018 und 2020 in einer Dresdner Kindertagesstätte sieben Mädchen im Alter von zwei bis drei Jahren dutzendfach sexuell schwer missbraucht zu haben. Es sei seine Aufgabe als pädagogischer Mitarbeiter gewesen, den Mittagsschlaf der Kinder zu überwachen, sie zu wickeln, umzuziehen und bei Toilettengängen zu begleiten, hieß es.

Einen Großteil der Taten habe er mit seinem Handy gefilmt. Zudem soll der Angeklagte bereits zwischen 2013 und 2015 ein zu Beginn achtjähriges Mädchen aus seiner Nachbarschaft missbraucht haben. Der 28-Jährige sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Er kündigte am Montag ein umfassendes Geständnis an. Die Jugendschutzkammer schloss daher auf Antrag der Verteidigerin die Öffentlichkeit aus. (Lesen Sie auch: Missbrauchskomplex Münster - mehr als sieben Jahre Haft für die Mutter)

Eltern wandten sich mit dem Missbrauchsverdacht an die Polizei

Am Rande des Prozesses wurde bekannt, dass sich die Eltern eines Kindes vor etwa einem Jahr mit dem Missbrauchsverdacht an die Polizei gewandt hatten. Daraufhin wurde der Verdächtige am 20. Oktober 2020 noch in der Kita festgenommen. In seiner Wohnung fanden Beamte neben Hinweisen auf die Missbrauchsfälle Tausende Dateien mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die sich der Angeklagte aus dem Internet beziehungsweise dem Darknet heruntergeladen haben soll.

Lesen Sie auch: Missbrauch im SOS-Kinderdorf - zwei Frauen beschuldigt