56 Wohnungen

Nach Fußball-Krawallen: Rund 800 Polizisten durchsuchen Wohnungen

Dynamofans randalieren am 16. Mai vor dem Stadion. Dort hatte kurz zuvor Dynamo Dresden gegen Türkgücü München gewonnen.

Dynamofans randalieren am 16. Mai vor dem Stadion. Dort hatte kurz zuvor Dynamo Dresden gegen Türkgücü München gewonnen.

Bild: Robert Michael/dpa

Dynamofans randalieren am 16. Mai vor dem Stadion. Dort hatte kurz zuvor Dynamo Dresden gegen Türkgücü München gewonnen.

Bild: Robert Michael/dpa

Nach schweren Fußball-Krawallen wurden am Donnerstagmorgen 56 Wohnungen vor allem in Dresden und Umgebung durchsucht.
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dpa
22.07.2021 | Stand: 09:57 Uhr

Rund 800 Polizisten haben am Donnerstag in Sachsen und Brandenburg Wohnungen von Tatverdächtigen von schweren Fußball-Krawallen durchsucht. Die Aktion am Morgen betraf 56 Wohnungen, die meisten in Dresden und Umgebung. Ziel sei es, Beweismittel sicherzustellen, insbesondere Tatkleidung, Handys und Pyrotechnik, teilte die Polizei mit. Die Ermittler der "Soko Hauptallee" würden bei den Durchsuchungen von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei unterstützt.

Vier Tatverdächtige im Alter von 20 bis 31 Jahren wurden demnach festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, bei den Ausschreitungen im Mai am Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion eine aktive Rolle gespielt und Polizisten mit Flaschen beworfen zu haben. Die vier Verdächtigen, die bereits "einschlägig in Erscheinung getreten" seien, sollten am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden. Insgesamt ermittelt die Polizei gegen 70 Personen.

Das Heimspiel von Drittligist Dynamo Dresden gegen Türkgücü München (4:0) fand wegen der Corona-Pandemie am 16. Mai ohne Publikum statt. Im nahe gelegenen Großen Garten hatten sich jedoch Tausende Menschen eingefunden, um den Aufstieg von Dresden in die 2. Bundesliga zu feiern. Noch während des Spiels griffen mehr als 500 gewaltbereite Fans Polizisten mit Pyrotechnik an, zudem flogen Flaschen und Steine. Es gab zahlreiche Verletzte. Am Mittwoch war ein erster Beschuldigter zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden.