Zug entgleist bei Stonehaven

Nach heftigem Regen: Drei Tote bei Zugunglück in Schottland

Ein Erdrutsch im Norden Großbritanniens soll ein Zugunglück ausgelöst haben. Premier Boris Johnson spricht von einem sehr ernsten Vorfall.

Ein Erdrutsch im Norden Großbritanniens soll ein Zugunglück ausgelöst haben. Premier Boris Johnson spricht von einem sehr ernsten Vorfall.

Bild: Jane Barlow, dpa

Ein Erdrutsch im Norden Großbritanniens soll ein Zugunglück ausgelöst haben. Premier Boris Johnson spricht von einem sehr ernsten Vorfall.

Bild: Jane Barlow, dpa

Bei einem Zugunglück in Schottland sind nach Angaben der British Transport Police drei Menschen gestorben. Der Zug entgleiste nahe der Stadt Stonehaven.

Ein Erdrutsch im Norden Großbritanniens soll ein Zugunglück ausgelöst haben. Premier Boris Johnson spricht von einem sehr ernsten Vorfall.
dpa
12.08.2020 | Stand: 20:53 Uhr

Er war nach starken Regenfällen unterwegs von Aberdeen nach Glasgow. Unter den Toten soll auch der Lokführer sein. Sechs Menschen wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Eine noch größere Tragödie blieb womöglich nur deswegen aus, weil nur wenige Fahrgäste in dem Zug waren.

War ein Erdrutsch Schuld am Zugunglück in Schottland?

Zur Ursache machte die Polizei zunächst keine Angaben. Ein Polizeisprecher kündigte eine gründliche Untersuchung an. Medienberichten zufolge könnte das Unglück durch einen Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle ausgelöst worden sein. Premierminister Boris Johnson sagte dem Nachrichtensender Sky News, der Regen habe das Problem ohne Zweifel verschärft. "Ich glaube, es ist wahrscheinlich eine sehr gute Idee, überall darauf zu schauen, welchen Effekt erhebliche Regenfälle auf fragile Infrastruktur haben", so der Premier. Für die kommenden Tage werden in Teilen Großbritanniens schwere Gewitter vorhergesagt.

Das Triebfahrzeug war der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge mit drei seiner vier Waggons vom Bahndamm hinuntergerutscht. Auf Fernsehbildern waren umgestürzte und teils aufeinander liegende Waggons zu sehen. Von der Unglücksstelle stieg zunächst Rauch auf. Dutzende Krankenwagen und mindestens ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Noch wenige Stunden vor dem Unglück hatte der Betreiber der Bahn, ScotRail, über Einschränkungen des Betriebs wegen Überschwemmungen informiert.

Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon brachte auf Twitter ihre Anteilnahme für die Angehörigen der Todesopfer zum Ausdruck. "Mein tiefstes Beileid gehört den Liebsten derer, die bei diesem tragischen Vorfall ihr Leben verloren haben", so die Regierungschefin.

Erstmeldung: 

Bei einem Zugunglück in Schottland sind nach Medienberichten mehrere Menschen zu Schaden gekommen. Mindestens zwei Todesopfer und mehrere Verletzte werden befürchtet, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Zug entgleiste am Mittwochvormittag nach starken Regenfällen nahe der Stadt Stonehaven. Es gab zunächst keine offiziellen Angaben zur Zahl der Opfer.

Vermutlich habe das Unwetter zu einem Erdrutsch geführt, hieß es. Das Triebfahrzeug stürzte PA zufolge mit drei seiner vier Waggons eine Böschung hinunter. Wenige Stunden zuvor hatte der Betreiber der Bahn, ScotRail, noch vor Überflutungen in der Region gewarnt.

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Starke Gewitter und sintflutartige Regenfälle

Premierminister Boris Johnson und Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon sprachen von einem sehr ernsten Vorfall. Verkehrsminister Grant Shapps teilte mit, er sei in Gedanken bei den Betroffenen und ihren Familien. Ein Politiker aus der Region sprach von einer "schrecklichen Situation".

Von der Unglücksstelle stieg Rauch auf. Nach BBC-Angaben waren etwa 30 Krankenwagen und auch ein Hubschrauber im Einsatz.