Zusammenstoß zweier Schiffe in der Ostsee

Nach Schiffsunglück vor schwedischer Küste mit zwei Toten: Brite in Haft

Ein Rettungsboot fährt an dem gekenterten dänischen Frachtschiff Karin Hoej (rechts) vorbei. Medienberichten zufolge ist es mit dem britischen Frachtschiff Scot Carrier (nicht im Bild) in der Ostsee zwischen Ystad und der Insel Bornholm zusammengestoßen.

Ein Rettungsboot fährt an dem gekenterten dänischen Frachtschiff Karin Hoej (rechts) vorbei. Medienberichten zufolge ist es mit dem britischen Frachtschiff Scot Carrier (nicht im Bild) in der Ostsee zwischen Ystad und der Insel Bornholm zusammengestoßen.

Bild: Johan Nilsson, dpa

Ein Rettungsboot fährt an dem gekenterten dänischen Frachtschiff Karin Hoej (rechts) vorbei. Medienberichten zufolge ist es mit dem britischen Frachtschiff Scot Carrier (nicht im Bild) in der Ostsee zwischen Ystad und der Insel Bornholm zusammengestoßen.

Bild: Johan Nilsson, dpa

Nach der schweren Schiffskollision in der Ostsee, bei der vermutlich zwei Männer ums Leben kamen, sitzt ein britisches Besatzungsmitglied in Untersuchungshaft.
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dpa
16.12.2021 | Stand: 17:54 Uhr

-- Update, 16.12., 17.50 --

Nach der schweren Schiffskollision in der Ostsee, bei der vermutlich zwei Männer ums Leben kamen, hat das Gericht im schwedischen Malmö Untersuchungshaft für ein britisches Besatzungsmitglied angeordnet. Das berichtete die schwedische Agentur TT am Donnerstag. Dem Seemann wird schwere Trunkenheit und Fahrlässigkeit im Seeverkehr vorgeworfen. Außerdem wird ihm die Tötung einer anderen Person zur Last gelegt.Der Mann ist Besatzungsmitglied des Schiffes Scot Carrier, das in der Nacht zum Montag zwischen Ystad und Bornholm mit dem dänischen Frachtschiff Karin Høj zusammenstieß. Das dänische Schiff kenterte, einer der beiden Männer an Bord wurde später tot geborgen. Von dem anderen fehlt noch jede Spur.

-- Update um 17.02 Uhr --

Nach dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe vor der schwedischen Südküste ist ein toter Mensch gefunden worden. Die leblose Person wurde auf dem gekenterten dänischen Schiff entdeckt, wie eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuvor hatten mehrere schwedische Medien darüber berichtet.

Die Angehörigen seien noch nicht unterrichtet, die Identität noch nicht festgestellt, hieß es am Nachmittag. Zuvor hatte die schwedische Schifffahrtsbehörde Sjöfartsverket gemeldet, dass eines der beiden verschwundenen Besatzungsmitglieder an Bord der "Karin Høj" gefunden worden sei. Die zweite Person gelte weiter als vermisst.

Das Unglück ereignete sich am frühen Montagmorgen zwischen der südschwedischen Stadt Ystad und der dänischen Ostsee-Insel Bornholm. Das dänische Schiff war dort nach Behördenangaben mit dem britischen Frachter "Scot Carrier" zusammengestoßen.

-- Update um 10.36 Uhr --

Die schwedische Küstenwache beteiligte sich an der Suche nach den vermissten Besatzungsmitgliedern. Parallel dazu leitete sie eine Umweltrettungsaktion ein, um zu verhindern, dass Öl oder andere schädliche Stoffe ins Meer gelangen. Einen Ölaustritt gebe es derzeit nicht, teilte die Küstenwache am Montagvormittag mit.

-- Ursprüngliche Meldung um 10.04 Uhr --

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Zwei Frachtschiffe sollen schwedischen Medienberichten zufolge in der Ostsee zusammengestoßen sein. Eines der beiden Schiffe liege mit dem Kiel nach oben, berichteten die Nachrichtenagentur TT und der Rundfunksender SVT am Montag. Ein großer Such- und Rettungseinsatz sei im Gange, um Menschen zu retten, die ins Wasser gefallen seien. Mindestens zwei Personen sollen über Bord gegangen sein.

Schiffe in der Ostsee zusammen gestoßen: Ursache unklar

Oberste Aufgabe sei es nun, Menschenleben zu retten, sagte der Sprecher der schwedischen Behörde, Jonas Franzen, zu SVT. Seinen Angaben zufolge handelte es sich um ein rund 55 Meter langes dänisches und ein gut 90 Meter langes britisches Schiff, die Kollision soll sich in der Nacht zum Montag zwischen dem südschwedischen Ystad und der dänischen Insel Bornholm ereignet haben. Es bestehe das Risiko, dass der umgekippte dänische Frachter sinken könnte, sagte Franzen. Warum die beiden Schiffe kollidiert seien, wisse man noch nicht.

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