Nach rechtsterroristischem Anschlag

Neue Tür für Synagoge in Halle

Tischlermeister Thomas Thiele (vorne) hängt die Tür zum Grundstück der Synagoge Halle aus. Thiele hatte die Tür einst für die Synagoge gefertigt.

Tischlermeister Thomas Thiele (vorne) hängt die Tür zum Grundstück der Synagoge Halle aus. Thiele hatte die Tür einst für die Synagoge gefertigt.

Bild: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Tischlermeister Thomas Thiele (vorne) hängt die Tür zum Grundstück der Synagoge Halle aus. Thiele hatte die Tür einst für die Synagoge gefertigt.

Bild: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr als neun Monate nach dem rechtsterroristischen Anschlag von Halle wird am Dienstag am Eingang zur dortigen Synagoge eine neue Tür eingebaut.

Tischlermeister Thomas Thiele (vorne) hängt die Tür zum Grundstück der Synagoge Halle aus. Thiele hatte die Tür einst für die Synagoge gefertigt.
dpa
28.07.2020 | Stand: 09:42 Uhr

Mehr als neun Monate nach dem rechtsterroristischen Anschlag von Halle wird am Dienstag am Eingang zur dortigen Synagoge eine neue Tür eingebaut, die mit noch mehr Sicherheitstechnik ausgestattet ist. Die Tür wurde von einem Dessauer Tischlermeister gefertigt, der auch die ursprüngliche Tür gebaut hatte. Diese hatte verhindert, dass bei dem Anschlag vom 9. Oktober 2019 der Attentäter in das Gotteshaus gelangte. Dort befanden sich am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur mehr als 50 Menschen.

 

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Tür hielt dem Attentäter stand

Auf der Straße vor der Synagoge erschoss der Attentäter eine 40 Jahre alte Frau, in einem nahen Döner-Imbiss einen 20-Jährigen. Die Tat filmte der schwer bewaffnete Mann mit einer Helmkamera und übertrug die Bilder live ins Internet. Auf seiner Flucht verletzte er mindesten zwei Menschen schwer. Die Synagogentür, die damals den Attentäter aufhielt, soll laut Jüdischer Gemeinde Teil eine Mahnmals werden.

 

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Der Prozess um den Anschlag gegen den geständigen Angeklagten Stephan Balliet wird am Dienstag in Magdeburg fortgesetzt.