Sternschnuppen 2020

Jetzt sorgen die Perseiden für eine perfekte Sternschnuppen-Nacht

Die Perseiden bringen uns in den kommenden Tagen wieder hunderte Sternschnuppen am Nachthimmel.

Die Perseiden bringen uns in den kommenden Tagen wieder hunderte Sternschnuppen am Nachthimmel.

Bild: Oliver Berg, dpa

Die Perseiden bringen uns in den kommenden Tagen wieder hunderte Sternschnuppen am Nachthimmel.

Bild: Oliver Berg, dpa

Die Perseiden sind da: Wie jedes Jahr im August können wir uns damit auf sehr schöne Sternschnuppen-Nächte freuen. Wann sich der Blick besonders lohnt.
Von Allgäuer Zeitung
22.09.2020 | Stand: 10:33 Uhr

Wer eine Sternschnuppen-Nacht erleben will, hat dafür in den kommenden Tagen eine echte Gelegenheit. Die Perseiden 2020 sind da. Seit dem 17. Juli flitzen schon vereinzelt Sternschnuppen über den Nachthimmel, der Höhepunkt kommt aber erst noch. In welche Himmelsrichtung muss man sehen? Wann gibt es besonders viele Sternschnuppen im August? Und wie schnell sind Sternschnuppen unterwegs? Der Überblick.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden sind winzige Teilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Auf ihrem Weg um die Sonne kreuzt die Erde immer Anfang August die Staubspur des Kometen. Die schnellen Teilchen aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle der Erdatmosphäre, die erhitzt werden und Licht aussenden - die klassischen Sternschnuppen.

Mit dem aktuell sichtbaren Komet Neowise haben die Perseiden hingegen nichts zu tun.

Wie groß sind diese Trümmerteilchen?

Viele sind wirklich so klein wie Staubkörnchen, einige können die Größe eines Tennisballs erreichen.

Wie schnell sind Sternschnuppen unterwegs?

Mit 60 Kilometern pro Sekunde, das sind 216 000 Kilometer pro Stunde, sind die Perseiden recht schnelle Objekte. Mit dieser Geschwindigkeit würde die Reise von der Erde zum Mond nur neunzig Minuten dauern.

Wann kann man die Perseiden besonders gut sehen?

  • Im Zeitraum zwischen 17. Juli und 24. August lohnt sich der Blick in den Nachthimmel, wenn man die Perseiden sehen will.
  • Ihren Höhepunkt mit besonders vielen Sternschnuppen erreichen die Perseiden 2020 rund um den 12. August herum.
  • Am besten sieht man sie dann zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens.

Sind Sternschnuppen gefährlich?

Nein. die Teilchen sind in der Regel sehr, sehr klein und erreichen die Erdoberfläche nicht. Ist ein Teilchen so groß, dass es nicht komplett verglüht, sondern auf die Erde fällt, heißt es Meteorit.

Nur sehr selten schlägt in dicht besiedelten Gebieten ein Meteorit ein. Am Abend des 9. Oktober 1992 flammte über der Ostküste der USA ein Bolide auf, der in nur 40 Sekunden eine 700 Kilometer lange Leuchtspur zog. Kurz vor acht Uhr abends am gleichen Tag hörte die 18-jährige Michelle Knapp in dem kleinen Ort Peekskill im Bundesstaat New York einen lauten Knall. Sie stürzte aus dem Haus und sah, dass das Heck ihres zwölf Jahre alten Chevrolets zertrümmert war. Sie dachte zuerst an einen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht. Doch die herbeigerufene Polizei entdeckte unter ihrem Auto einen 30 mal 11 Zentimeter großen Steinmeteoriten, der noch heiß war. Obwohl der Meteorit das Auto schrottreif schlug, hatte Miss Knapp keinen finanziellen Nachteil. Auto und Meteorit wurden ihr für 70 000 Dollar abgekauft.

Bilderstrecke

Meteoriten bei Neuschwanstein

Wie viele Sternschnuppen kann man sehen, wenn die Perseiden da sind?

Fachleute gehen von 20 bis 50 Perseiden pro Stunde aus. Die Sternwarte Andreasberg rechnet am 12. August sogar mit bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde.

Woher haben die Perseiden ihren Namen?

Ihren Namen haben diese Sternschnuppen, weil sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen.

In welche Himmelsrichtung muss ich sehen, um Perseus zu finden?

Das Sternbild Perseus findet man am Nachthimmel, indem man die rechte Achse des Sternbilds Großer Wagen nach oben verlängert über den hellen Polarstern hinaus bis zur Kassiopeia, die wie ein "W" am Himmel steht. Von der Cassiopeia wendet man den Blick nach rechts. gleich das nächste gut erkennbare Sternbild ist Perseus.