Ermittlungen gegen Polizisten eingeleitet

Polizei erschießt Asylbewerber in Flüchtlingsheim

In Niedersachsen haben Polizisten einen Asylbewerber in einem Flüchtlingsheim erschossen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Beamten eingeleitet.

In Niedersachsen haben Polizisten einen Asylbewerber in einem Flüchtlingsheim erschossen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Beamten eingeleitet.

Bild: Silas Stein, dpa (Symbolbild)

In Niedersachsen haben Polizisten einen Asylbewerber in einem Flüchtlingsheim erschossen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Beamten eingeleitet.

Bild: Silas Stein, dpa (Symbolbild)

Im niedersächsischen Harsefeld haben Polizisten einen Asylbewerber in einem Flüchtlingsheim erschossen. Der Mann war wohl mit einem Messer bewaffnet gewesen.
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dpa
05.10.2021 | Stand: 11:06 Uhr

Polizisten haben bei einem Einsatz in einem Flüchtlingsheim in Harsefeld (Kreis Stade) einen Asylbewerber erschossen. Sie seien am späten Sonntagabend in dem Heim auf einen 40-jährigen Mann aus dem Sudan gestoßen, der mit einem Messer bewaffnet war. Das teilte die Staatsanwaltschaft Stade am Montag mit. "Im Verlauf des weiteren Einsatzes griff der 40-Jährige die Einsatzkräfte mit dem Messer an, weshalb diese von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten und mehrere Schüsse abgaben", hieß es.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, waren Polizeikräfte am Sonntag schon vorher zweimal in die Unterkunft gerufen worden, weil dieser Mann angeblich andere bedrohte. Die Polizei habe versucht, seine Einweisung in die Psychiatrie zu erwirken. Dies habe ein Gericht aber abgelehnt. Gegen 23.30 Uhr seien die Einsatzkräfte von Anwohnern erneut alarmiert worden, weil der 40-Jährige mit einem Messer drohe.

Ermittlungsverfahren gegen Polizisten

Der Flüchtling sei im Krankenhaus Stade gestorben. Die Staatsanwaltschaft Stade habe ein Ermittlungsverfahren gegen die beteiligten Polizeibeamten wegen Totschlags eingeleitet. Die Polizeiinspektion Cuxhaven, die zur Polizeidirektion Oldenburg gehört, sei mit den Ermittlungen beauftragt worden. Zu klären sei insbesondere, ob die Polizeibeamten in Notwehr gehandelt hätten.