Anschlag in Halle

Prozess in Halle: Betroffener befragt angeklagten Stephan B.

Stephan Balliet im Landgericht Madgeburg.

Stephan Balliet im Landgericht Madgeburg.

Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Stephan Balliet im Landgericht Madgeburg.

Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Erstmals im Prozess um den Anschlag in Halle hat ein Betroffener das Wort ergriffen und den Angeklagten konfrontiert.

28.07.2020 | Stand: 14:37 Uhr

Am dritten Tag des Prozesses um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle hat erstmals ein Betroffener selbst das Wort ergriffen. Der US-Amerikaner Ezra Waxman, der während des Anschlags in der Synagoge in Halle war und als Nebenkläger auftritt, stellte dem Angeklagten am Dienstag mehrere Fragen. Waxman konfrontierte den Angeklagten mit den antisemitischen Vorurteilen, die der 28-Jährige immer wieder vor Gericht ausbreitete.

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Der Prozess gegen den Sachsen-Anhalter vor dem Oberlandesgericht Naumburg läuft seit vergangenem Dienstag. Wegen des großen öffentlichen Interesses und aus Sicherheitsgründen erfolgt die Verhandlung im größten Verhandlungssaal Sachsen-Anhalts im Landgericht Magdeburg. Die Bundesanwaltschaft wirft Stephan Balliet 13 Straftaten vor, darunter Mord und versuchten Mord.

Der Angeklagte erschoss zwei Menschen bei dem Anschlag in Halle

Der 28 Jahre alte Angeklagte hatte vorige Woche eingeräumt, am 9. Oktober 2019 schwer bewaffnet versucht zu haben, in der Synagoge von Halle ein Massaker anzurichten. In dem Gotteshaus feierten zu dem Zeitpunkt 52 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Nachdem er nicht in die Synagoge gelangt war, erschoss er eine 40 Jahre alte Passantin und später einen 20-Jährigen in einem Dönerimbiss.