Klage gegen Norwegen geplant

Rechtsterrorist Breivik will vorzeitig auf freien Fuß kommen

Der verurteilte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik möchte vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Im Juli 2011 hatte er 77 Menschen getötet.

Der verurteilte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik möchte vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Im Juli 2011 hatte er 77 Menschen getötet.

Bild: Lise Aaserud, dpa (Archivbild)

Der verurteilte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik möchte vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Im Juli 2011 hatte er 77 Menschen getötet.

Bild: Lise Aaserud, dpa (Archivbild)

Der Anwalt des rechtsterroristischen Massenmörders Anders Behring Breivik hat einen Antrag zur Freilassung seines Mandanten gestellt.
Der verurteilte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik möchte vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Im Juli 2011 hatte er 77 Menschen getötet.
dpa
16.09.2020 | Stand: 18:48 Uhr

Der verurteilte norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik will vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen werden. Er habe im Namen seines Mandanten einen Antrag zur Freilassung auf Bewährung gestellt, sagte sein Anwalt Øystein Storrvik am Mittwoch der Zeitung Verdens Gang. Er habe Anspruch auf gerichtliche Prüfung eines solchen Antrags auf Entlassung nach der Mindestdauer in Verwahrung - diese beträgt in Breiviks Fall zehn Jahre.

Breivik plant Klage gegen norwegischen Staat

Zudem plant Breivik nach Angaben des Anwalts aufgrund seiner Haftbedingungen eine erneute Klage gegen den norwegischen Staat - wegen Verstoßes gegen seine Menschenrechte. Mit einem ähnlichen Vorgehen war er bereits vor Jahren vor mehreren Instanzen gescheitert.

Rechtsterrorist tötete 77 Menschen

Der Rechtsterrorist, der sich mittlerweile Fjotolf Hansen nennt, hatte am 22. Juli 2011 bei Anschlägen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet. Er war im August 2012 zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt worden - zum Zeitpunkt des Urteils war das die höchstmögliche Strafe in Norwegen.