Katholische Kirche

Segnungsverbot für Homosexuelle: Gegner übergeben Unterschriftenliste

Das Segnungsverbot für Homosexuelle kommt nicht bei allen Vertretern der katholischen Kirche gut an.

Das Segnungsverbot für Homosexuelle kommt nicht bei allen Vertretern der katholischen Kirche gut an.

Bild: Ronny Hartmann, dpa (Symbolbild)

Das Segnungsverbot für Homosexuelle kommt nicht bei allen Vertretern der katholischen Kirche gut an.

Bild: Ronny Hartmann, dpa (Symbolbild)

Nach dem vom Vatikan ausgesprochenen Segnungsverbot haben Vertreter der katholischen Kirche eine Unterschriftenliste an hohe Geistliche übergeben.
Das Segnungsverbot für Homosexuelle kommt nicht bei allen Vertretern der katholischen Kirche gut an.
dpa
27.03.2021 | Stand: 14:30 Uhr

"Wir verbinden damit die Erwartung, dass gleichgeschlechtliche liebende Paare künftig nicht nur die Möglichkeit einer kirchlichen Segnung erhalten, sondern volle Anerkennung erfahren", sagte der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose im Vorfeld der Übergabe im Zentralkomitee der deutschen Katholiken in Bonn.

Knapp 2600 Menschen aller pastoraler Berufsgruppen und aus allen Diözesen Deutschlands hatten sich der Aktion angeschlossen. "Das starke Echo, das unsere Aktion unter Hauptamtlichen in der katholischen Kirche ausgelöst hat, ist einmal mehr Beleg für den Leidensdruck, unter dem viele von ihnen stehen", sagte Hose.

Unter den Unterstützern seien Priester, Ordensleute, Theologen, Seelsorger sowie Gemeinde- und Pastoralreferenten. Mit ihrer Unterschrift erklären sie sich bereit, weiterhin gleichgeschlechtlich liebende Paare zu segnen.

"Viele, die das in der Vergangenheit schon getan haben, hatten dienstrechtliche Konsequenzen zu tragen. Wir erwarten, dass dies in Zukunft nicht mehr geschieht. Wer segnet, darf dafür nicht bestraft werden", heißt es in einem Statement von Hochschulpfarrer Burkhard Hose und Pfarrer Bernd Mönkebüscher, die am 15. März die Aktion #mehrSegen gestartet haben.

Übergeben wurde die Liste an Bischof Helmut Dieser und Birgit Mock, Vorsitzende des Synodal-Forums "Sexualität und Partnerschaft". Beide machten am Samstag deutlich, dass der Debattenanstoß auf offene Ohren trifft: Die Unterschriften seien "Mahnung und Auftrag für die weitere Auseinandersetzung auf dem Synodalen Weg" mit dem Thema, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Man wolle die Anliegen diskutieren und auch möglichst bald nach Rom tragen. Die römische Stellungnahme habe für "Irritation und Verärgerung gesorgt, so Bischof Dieser weiter. "Eine Anerkennung der Sexualität mit ihren vielfältigen Dimensionen und Veränderungen im Lebensverlauf kommt letztlich auch der Würdigung einer sakramental geschlossenen Ehe von Mann und Frau zugute", stellte er laut Mitteilung von Samstag klar.

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