Seilbahn stürzt am Lago Maggiore ab

Nach Seilbahn-Unglück: Mutmaßlich entführter Eitan bleibt vorerst in Israel

Der sechsjährige Eitan hatte bei dem Unglück unter anderem seine Eltern verloren.

Der sechsjährige Eitan hatte bei dem Unglück unter anderem seine Eltern verloren.

Bild: picture alliance/dpa/Vigili del Fuoco Firefighters/AP

Der sechsjährige Eitan hatte bei dem Unglück unter anderem seine Eltern verloren.

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Im mutmaßlichen Entführungsfall um den kleinen Eitan, den einzig Überlebenden der Seilbahn-Katastrophe vom Lago Maggiore, gibt es eine vorläufige Entscheidung.
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dpa
23.09.2021 | Stand: 12:20 Uhr

Der Sechsjährige bleibt bis zur Fortsetzung eines Verfahrens am Familiengericht in Tel Aviv am 8. Oktober in Israel. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag unter Berufung auf die Anwälte seiner Tante Aya Biran-Nirko. Aus Justizkreisen hieß es laut Ansa, Eitan werde bis dahin die Hälfte der Zeit bei den Verwandten mütterlicherseits verbringen, die andere Hälfte bei der aus Italien angereisten Biran-Nirko.

Eine Justizsprecherin hatte zuvor bestätigt, dass eine erste Anhörung stattgefunden hatte. Sie sagte allerdings, da es eine Sitzung des Familiengerichts sei, könne sie keine weiteren Angaben machen.

Tante will Eitan nach Seilbahn-Unglück nachhause holen

Der Sechsjährige, der bei dem Unfall am Pfingstsonntag beide Eltern, den kleinen Bruder und zwei Urgroßeltern verloren hatte, war vor knapp zwei Wochen von seinem Großvater mütterlicherseits heimlich und entgegen einer richterlichen Anordnung nach Israel geflogen worden.

Biran-Nirko sagte vor der Anhörung: "Ich möchte Eitan wieder heim holen. Ich bin sehr besorgt um ihn, ich will ihn so schnell wie möglich nach Hause bringen."

Die Staatsanwaltschaft der italienischen Stadt Pavia ermittelt gegen den Großvater wegen Kindesentführung. Eitans Großmutter und laut Medienberichten auch ein weiterer Mann stehen ebenfalls unter Verdacht. Der Mann habe den Großvater und den Jungen in einem gemieteten Auto von Pavia in die Schweiz gefahren, von wo sie nach Tel Aviv flogen, schrieb die Tagezeitung "Corriere della Sera" am Sonntag.

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