Wege eisfrei bekommen

Darum ist Streusalz bei Schnee und Glatteis keine gute Idee

Was hilft am besten gegen Schnee und Glatteis?

Was hilft am besten gegen Schnee und Glatteis?

Bild: Moritz Frankenberg, dpa (Symbolbild)

Was hilft am besten gegen Schnee und Glatteis?

Bild: Moritz Frankenberg, dpa (Symbolbild)

Um im Winter den Gehweg oder die Einfahrt frei von Schnee und Eis zu bekommen, greift so mancher zu Streusalz. Doch das ist im Allgäu mancherots sogar verboten.
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Von Allgäuer Zeitung
23.01.2023 | Stand: 12:36 Uhr

Winter-Einbruch in Deutschland: Viele müssen nun wieder Schnee und Eis von Gehwegen und der eigenen Einfahrt entfernen. Ein effektives Mittel dafür ist Streusalz. Doch es ist nicht immer eine gute Idee, Salz einzusetzen. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Streusalz im Winter gibt es hier:

  • Was passiert wenn man Salz auf Schnee streut?
  • Ist Streusalz im Winter verboten?
  • Was darf man bei Glatteis streuen?
  • Was hilft am besten gegen Glatteis?
  • Was kann man bei Schnee streuen?
  • Welche Alternativen gibt es zu Streusalz?

Was passiert wenn man Salz auf Schnee streut?

Streusalz ist eine effektive Methode, um Schnee und Eis von Gehwegen zu entfernen. Denn Salz verringert den Schmelzpunkt von Schnee und Eis. Heißt: Auch bei Außentemperaturen unter null Grad tauen vereiste Wege.

Ist Streusalz im Winter verboten?

Streusalz kann für Korrosionsschäden an Autos und Brücken sorgen. Außerdem greift es empfindliche Hundepfoten und Schuhsohlen an. Zudem kann Streusalz der Umwelt schaden. Durch das Schmelzwasser gelangt Salz womöglich in die Böden und schädigt diese dauerhaft, schreibt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Bayern. Außerdem werden Bäume und Sträucher geschädigt, die das Salz über den Boden aufnehmen.

In manchen bayerischen Gemeinden ist es verboten, Salz im Winter auf öffentlichen Wegen zu streuen. Wer trotz Verbots streut, muss mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro rechnen. In Augsburg ist es grundsätzlich verboten, Streusalz und andere ätzende Stoffe auf öffentlichen Wegen zu verwenden. Salz darf in Augsburg nur auf Treppen, Steigungen, Gehweg­senkungen verwendet werden – und auch hier nur im "unum­gänglichen Mindest­maß", heißt es auf der Website des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs der Stadt Augsburg (AWS). Ähnliche Regelungen gibt es im Allgäu in den kreisfreien Städten Memmingen und Kempten. Auch hier darf nur in Ausnahmefällen Salz gestreut werden.

In einigen Kommunen in Bayern ist es verboten, Salz auf öffentliche Wege zu streuen.
In einigen Kommunen in Bayern ist es verboten, Salz auf öffentliche Wege zu streuen.
Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa

Was darf man bei Glatteis streuen? Was hilft am besten gegen Glatteis?

Weil das Salz den Schmelzpunkt von Eis senkt, ist es sehr effektiv gegen Glatteis. Jedoch darf das Salz nicht in jeder Kommune gestreut werden. Statt Salz können Sie bei Glatteis auf Lavagranulat zurückgreifen. Die Körner sind abgerundet und können so weder Fahrradreifen beschädigen noch Hundepfoten verletzen. Eine weitere Alternative ist Kalkgranulat, dieses ist härter und schärfer als Lavagranulat. Bleibt es an den Schuhsohlen hängen und wird mit den Schuhen ins Haus getragen, kann es allerdings die Böden schädigen. Eine etwas günstigere Alternative, die man bei Glatteis streuen kann, ist grobkörniger Sand.

Was kann man bei Schnee streuen?

Bei Schnee reicht es im Regelfall aus, wenn Sie den Gehweg oder die Einfahrt mit der Schneeschippe oder dem Besen räumen. Es gibt aber auch Alternativen zu Salz, die Sie im Winter bei Schnee streuen können.

Welche Alternativen gibt es zu Streusalz?

Als Alternative zu Streusalz können Sie zum Beispiel Sand, Splitt, Kies oder Granulat auf den Gehweg streuen. Doch auch bei Splitt und Granulat ist laut dem BUND Bayern Vorsicht geboten. Denn diese könnten giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.

Beim Kauf von Streumittel sollten Sie deshalb laut BUND auf das Siegel "Der Blaue Engel" achten. Das Umweltsiegel der Bundesregierung garantiere unabhängig und glaubwürdig, dass bei dem Produkt hohe Standards zum Schutz der Umwelt und Gesundheit eingehalten wurden, so Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Ob es auch in niederen Lagen notwendig wird, sich winterfest zu machen, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Ob es auch in niederen Lagen notwendig wird, sich winterfest zu machen, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)