Corona-Demo

Tägliche Corona-Demonstrationen an der Berliner Siegessäule geplant

Erst am Wochenende gab es eine Groß-Demonstration in Berlin. Nun wollen die Gegner der Corona-Maßnahmen sogar täglich auf die Straße gehen.

Erst am Wochenende gab es eine Groß-Demonstration in Berlin. Nun wollen die Gegner der Corona-Maßnahmen sogar täglich auf die Straße gehen.

Bild: Michael Kappeler, dpa

Erst am Wochenende gab es eine Groß-Demonstration in Berlin. Nun wollen die Gegner der Corona-Maßnahmen sogar täglich auf die Straße gehen.

Bild: Michael Kappeler, dpa

Die Gegner der Corona-Maßnahmen wollen nun täglich demonstrieren. Auch rechtslastige Organisationen kündigen Veranstaltungen an.
Erst am Wochenende gab es eine Groß-Demonstration in Berlin. Nun wollen die Gegner der Corona-Maßnahmen sogar täglich auf die Straße gehen.
dpa
01.09.2020 | Stand: 16:44 Uhr

Gegner der staatlichen Corona-Politik wollen in der nächsten Zeit täglich an der Berliner Siegessäule demonstrieren. Das kündigten sie im Messengerdienst Telegram an. Es gehe um "Demokratie und Meinungsfreiheit und gegen die Corona-Maßnahmen", hieß es dort. Für diesen Dienstagnachmittag war bereits eine Demonstration mit 500 Teilnehmern bei der Polizei angemeldet.

Ein direkter Bezug zu der Initiative "Querdenken", die am Wochenende die große Demonstration veranstaltet hatte, sei nicht zu erkennen, sagte ein Polizeisprecher. Allerdings wurde der Aufruf auch auf Kanälen von "Querdenken" geteilt. Der Große Stern mit der Siegessäule - eine zentrale Verkehrsachse in Berlin - sollte am Nachmittag wegen der Demonstration gesperrt werden.

Bei Demonstrationen gilt in Berlin nun Maskenpflicht

Am Samstag hatten sich Zehntausende Menschen in der Hauptstadt versammelt, um gegen staatliche Corona-Auflagen zu protestieren. Zuvor wollte die Polizei die Demonstration verbieten, weil sie wegen der zu erwartenden geringen Abstände zwischen den Menschen eine hohe Ansteckungsgefahr befürchtete. Das Verbot kippten die Gerichte. Als Reaktion darauf beschloss der Senat nun eine Maskenpflicht für Demonstrationen. Sie gilt ab Samstag.

Ob demnächst eine weitere große "Querdenken"-Demonstration geplant ist, stand noch nicht fest. Aufrufe oder Ankündigungen dazu gab es noch nicht. Allerdings sind am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, bereits kleinere Veranstaltungen von sehr rechtslastigen Organisationen oder Einzelpersonen angekündigt. Bei der Polizei liegt eine offizielle Anmeldung mit dem Titel "Frieden, Freiheit, Wahrheit" und 1000 Teilnehmern vor.