Mehrere Verletzte

Terror-Verdacht: Messer-Attacke in Paris - Gegend um "Charlie Hebdo"-Redaktion abgeriegelt

Paris - Messer-Attacke bei "Charlie Hebdo"-Redaktion: Einsatzkräfte der Feuerwehr schieben eine Trage mit einem Verletzten. Bei einem Messerangriff sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins.

Paris - Messer-Attacke bei "Charlie Hebdo"-Redaktion: Einsatzkräfte der Feuerwehr schieben eine Trage mit einem Verletzten. Bei einem Messerangriff sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins.

Bild: Alain Jocard, dpa

Paris - Messer-Attacke bei "Charlie Hebdo"-Redaktion: Einsatzkräfte der Feuerwehr schieben eine Trage mit einem Verletzten. Bei einem Messerangriff sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins.

Bild: Alain Jocard, dpa

In Paris hat es am Mittag nach ersten Informationen einen Messer-Angriff in der Nähe der "Charlie Hebdo"-Redaktion gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt.
25.09.2020 | Stand: 20:29 Uhr

Bei einer Messerattacke im Zentrum von Paris sind mehrere Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins "Charlie Hebdo", wie Premierminister Jean Castex sagte.

Aktuell ist von mindestens zwei Verletzten die Rede - hinsichtlich der Tat gibt es einen Terrorverdacht.

Nach den Worten des französischen Regierungschefs Jean Castex sind dabei zwei Journalisten verletzt worden. Ihr Leben sei nicht in Gefahr, sagte Castex am Freitag in der Nähe des Tatorts. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte zuvor bestätigt, die Ermittlungen übernommen zu haben. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Castex unterstrich den Willen der Regierung, "mit allen Mitteln gegen den Terrorismus zu kämpfen". Der Angriff ereignete sich in unmittelbarer Nähe der früheren Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo".

Castex sprach in diesem Zusammenhang von einem "symbolischen Ort". Er wies auch auf den laufenden Terrorismusprozess um die blutigen Attacke auf die Zeitschrift im Januar 2015 hin, bei dem seit Monatsbeginn elf Angeklagte in Paris vor Gericht stehen.

Die beiden Verletzten der Messerattacke sind nach ergänzenden Medieninformationen bei einer Produktionsfirma beschäftigt, die für das Fernsehen arbeitet.

Messer-Angriff in Paris bei Charlie Hebdo: Erste Festnahme

Frankreichs Premier Jean Castex hat eine Krisensitzung einberufen. Zur Zahl der Verletzten gab es zunächst unterschiedliche Angaben - erst war von vier die Rede, später von zwei. Auch die Zahl der Täter war noch unklar. Ein Verdächtiger wurde in der Nähe des Place de la Bastille unweit des Tatorts festgenommen. Medien berichteten von zwei Tätern - dafür gab es zunächst keine Bestätigung.

Berichten zufolge wurden im Zentrum der Stadt mehrere Schulen und Krippen vorsichtshalber geschlossen. Der Bereich um den Tatort wurde von den Einsatzkräften komplett abgesperrt, wie ein dpa-Reporter berichtete. Es gab demnach keine panikartigen Szenen, die Menschen beschwerten sich, dass sie nicht nach Hause konnten. "Merde, Merde", schimpfte eine alte Frau. Berichten zufolge untersuchten die Beamten auch ein verdächtiges Paket in der Gegend - dabei soll sich zunächst nichts ergeben haben.

Französische Soldaten eilen zum Tatort. Bei einer Messerattacke sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins «Charlie Hebdo».
Französische Soldaten eilen zum Tatort. Bei einer Messerattacke sind mindestens vier Menschen verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitagmittag in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Satiremagazins «Charlie Hebdo».
Bild: Alain Jocard, AFP, dpa

Der Terrorismusprozess um den blutigen islamistischen Anschlag auf "Charlie Hebdo" läuft seit Monatsbeginn in Paris. Angeklagt sind 14 Menschen. Bei der mehrtägigen Anschlagsserie waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden waren. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von "Charlie Hebdo", sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. "Charlie Hebdo" hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

Weitere Informationen folgen.